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Mohn-Bagel gegessen. Baby weg!

Weil eine Mutter kurz vor der Geburt Mohn gegessen hat, fiel sie durch den Drogentest

Mohn-Bagel © Bild: thinkstock.de

Wenn man diese Geschichte hört, überlegt man sich genau, ob man noch einmal Mohn isst - vor allem wenn man gerade schwanger ist. Denn einer Mutter wurden die Bestreuung auf einem Bagel zum Verhängnis. Elizabeth Mort wurde sogar die frisch geborene Tochter weggenommen - weil sie wegen besagtem Mohn-Bagel durch einen Drogentest fiel.

"Als die Beamten bei meinem Haus erschienen und mir sagten, dass ich positiv auf Opiate getestet worden sei, war ich schockiert. Ich musste fragen, was Opiate sind, und sie sagten mir, es handle sich um Drogen", erzählt die geschockte Mutter im Nachhinein der Menschrechtsorganisation ACLU. Wenige Tage nach der Geburt ihrer Tochter Isabella durfte sie zurück nach Hause, wo sie plötzlich Besuch von einem Notfall-Team der Fürsorgebehörden bekam. Dieses nahm ihr das Neugeborene sofort weg.

Positiver Drogentest bei Routine-Untersuchung

Bei einem Routine-Drogentest im Spital in New Castle wurde ein positives Ergebnis bei den Opiaten angezeigt, weil sie kurz vor der Geburt einen Mohn-Bagel gegessen hatte. Ohne einen zweiten Test durchzuführen, wurde sofort die Behörden informiert - nicht aber die Mutter selbst.

Erst fünf Tages später hatte die Mutter ihr Kind wieder zurückbekommen, nachdem bei Mort keine Anzeichen von Drogenmissbrauch festgestellt werden konnten. Eine Klage gegen das Krankenhaus wurde dann von der ACLU eingereicht. "Elizabeth Mort hätte sich nie vorstellen können, dass das Letzte, was sie vor der Geburt ihrer Tochter aß – ein Mohnsamen-Bagel – zum Verlust ihrer Tochter führen könnte. Doch genau das geschah, nachdem das Jameson Hospital die Möglichkeit ausgeschlossen hatte, dass ihr positiver Drogentest auf den Genuss von Mohnsamen zurückzuführen war", heißt es darin.

143.500 Dollar Wiedergutmachung

143.500 Dollar bekam Elizabeth Mort vom Gericht als Wiedergutmachung zugesprochen. "Wir hoffen, dass dieser Fall Spitäler ermuntert, die Praxis von Routine-Drogentests zu hinterfragen, weil sie bei falschen Ergebnissen großen Schaden anrichten können", so die Anwältin Sara Rose. Ende gut, alles gut.

Kommentare

Aha, warum konnte das Spital die Ursache "Mohnverzehr" ausschließen ? Und warum ist das nunmehr anscheinend widerlegt ?

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