Mohammed-Film von

Dubiose Produzenten

Kreditkartenbetrüger, Koran-Verbrenner und Porno-Regisseur verantwortlich

Szene aus dem anti-islamischen Hetzfilm "Innocence of Islam" © Bild: YouTube Screenshot

Weltweit sorgt der islamfeindliche Film „Innocence of Muslims“ für Aufruhr und wütende Proteste. Inzwischen scheint der Regisseur bekannt zu sein, es soll sich um einen Porno-Regisseur handeln. Lange war gerätselt worden, wer hinter dem Film steht, doch das scheint inzwischen geklärt. Radikale evangelikale Christen, ein Kreditkartenbetrüger und ein Porno-Regisseur.

Das 14-minütige YouTube Filmchen „Innocence of Muslims“ provozierte wütende Proteste in zahlreichen Ländern mit muslimischer Bevölkerung. Auch die Ermordung des US-Botschafters in der libyschen Stadt Bengasi soll in einem Zusammenhang mit dem Video stehen. Zwar wurde die Aktion von Al-Kaida schon vor der Veröffentlichung des Videos geplant, diente aber als Rechtfertigung für den Anschlag.

Die Urheber des Machwerks – das in 14 Minuten kein Klischee und keine Beleidigung des Religionsgründers Mohammed auslässt – scheinen nun bekannt zu sein. Am Samstag wurde der mutmaßliche Produzent des Films, Nakoula Basseley Nakoula, von der Justiz vernommen. Der in den USA lebende Kopte – eine christliche Minderheit in Ägypten – ist wegen Kreditbetrugs vorbestraft und darf seit 2010 für insgesamt fünf Jahre weder Internet noch Computer benutzen.

Schauspieler wussten von nichts

Unterstützung fand dieser mutmaßliche Drahtzieher offenbar bei der evangelikal-fundamentalistischen Organisation „Media for Christ“, der unter anderem der Pastor Terry Jones angehört. Dieser wurde durch seine Koranverbrennungen weltweit bekannt.

Als Regisseur für das Machwerk wurde ein Porno-Produzent angeworben. Die Schauspieler wurden hingegen – nach eigenen Angaben – nicht informiert, was sie da drehten. Sie sollen davon ausgegangen sein, in einen Film über Ägypten vor 2.000 Jahren mitzuwirken. Die islamkritischen Dialogstellen sollen erst nachträglich über die Dialoge der Schauspieler gelegt worden sein.

Islamgegner weltweit springen inzwischen auf den Hype um das Video auf. In Deutschland plant die rechtspopulistische Gruppierung „Pro Deutschland“ öffentliche Vorführungen des Films. Dazu wollte man auch den Pastor Terry Jones einladen. Gegen diesen wurde allerdings bereits ein Einreiseverbot erlassen, da sein Besuch „dem Interesse der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung“ wiedersprechen würde. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht die Vorführungen hingegen kritisch, da noch zu klären sei, ob diese nicht die öffentliche Sicherheit gefährden würden.

Kommentare

Wieso wird eigentlich nicht erwähnt, welcher Konfession der Pornoproduzent angehört ?

Diese Gewaltausbrüche sind lediglich begründet mit dem Hass und Neid auf die gesellschaftlich und wirtschaftlich erfolgreichen nichtmuslimischen Länder. Hinzu kommt bei diesen Unruhen die Bildungsferne grosser Bevölkerungsteile in muslimischen Ländern. Hier spielt der Mohammed-Film nur eine untergeordnete Rolle.

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Diese Gewaltausbrüche sind lediglich begründet mit dem Hass und Neid auf die gesellschaftlich und wirtschaftlich erfolgreichen nichtmuslimischen Länder. Hinzu kommt bei diesen Unruhen die Bildungsferne grosser Bevölkerungsteile in muslimischen Ländern. Hier spielt der Mohammed-Film nur eine untergeordnete Rolle.

nonono melden

...Hass und Neid auf die gesellschaftlich und wirtschaftlich erfolgreichen nichtmuslimischen Länder...witz des tages

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