Mohammed-Film von

Demo in Wien

Friedlicher Protest vor US-Botschaft. Pakistan setzt Kopfgeld auf Filmproduzenten aus.

In der Schweiz wird gegen den islamfeindlichen Film aus den USA protestiert. © Bild: Getty Images/AFP/Fabrice Coffrini

Während in Teilen der arabischen Welt gewalttätig gegen das Mohammed-Schmähvideo protestiert wird, haben sich in Wien am Samstag rund 700 Moslems friedlich zu einem Demonstrationszug zur US-Botschaft eingefunden. Die Gruppe der Demonstranten war sehr heterogen: Streng Gläubige mischten sich mit liberalen Muslimen, darunter fanden sich Frauen mit und ohne Kopftuch.

Geeint waren sie alle in ihrem Unmut und in ihrer persönlichen Betroffenheit über den umstrittenen Trailer des US-Films "Innocence of Muslims". Während manche die Errichtung eines Kalifats propagierten, sprachen sich andere entschieden dagegen aus. "Wir sind hier um unseren Propheten zu verteidigen", sagte ein alter Mann mit weißem Bart und Kopfbedeckung - und sprach damit wohl für viele der Teilnehmer.

Demonstrantin: "Ich hatte Tränen in den Augen"

"Der Trailer hat so eine Wut in mir ausgelöst, ich hatte Tränen in den Augen", erzählte eine junge Frau mit Kopftuch. Ein anderer Teilnehmer kritisierte, dass "unser geliebter Prophet als ein Kinderschänder, Frauenverächter" in dem Film dargestellt werde. Sehr schockiert sei er gewesen, als er von dem Film erfuhr. Wie einige andere Demonstrationsteilnehmer auch, habe er den Clip nicht gesehen: "Ich will es mir nicht zumuten jemanden zu sehen, der meinen geliebten Propheten darstellt". Allein die Darstellung des Propheten als Mensch ist für strenggläubige Muslime anstößig.

Zur Demonstration sei er gekommen um friedlich dagegen zu demonstrieren, so der Mann weiter. Entschieden lehnte er die Gewaltwelle in der islamischen Welt aufgrund des Videos als "unislamisch" ab und sagte, dass die Demonstration auch gegen das Töten von Unschuldigen wie dem US-Botschafter in Libyen gerichtet sei.


Angekommen vor der US-Botschaft wurde spontan zum Gebet gerufen. Im Anschluss an die darauf folgendende Kundgebung wurde die Veranstaltung vonseiten der Organisatoren gegen 18.30 Uhr beendet.

Kopfgeld auf Produzenten ausgesetzt

Pakistans Eisenbahnminister Bilour hat unterdessen die Taliban und das Terrornetzwerk Al Kaida aufgefordert, sich der "noblen Sache" anzuschließen und den Produzenten des islamfeindlichen Videos zu töten. Der Minister versprach demjenigen, der "diesen Gotteslästerer" töte, 100.000 Dollar. Bei dem Produzenten handelt es sich um einen 55-jährigen koptischen Christen, der in einem Vorort von Los Angeles lebt.

Im westfranzösischen La Rochelle wurde indes ein Mann festgenommen, der zur Ermordung des Chefs der Satirezeitung "Charlie Hebdo" aufgerufen haben soll. "Wer bringt mir diesen Kopf, wer bringt das Fass zum überlaufen", soll der Mann auf einer Islamisten-Website geschrieben haben. "Charlie Hebdo" hatte vor dem Hintergrund der Empörung über das Mohammed-Video eine Karikatur des Religionsgründers veröffentlicht.

Proteste in Schweiz und Deutschland

Friedlich verliefen unterdessen die Proteste in zahlreichen europäischen Städten.In Bern demonstrierten rund 200 Muslime auf dem Helvetiaplatz, nachdem ihnen die Behörden einen Protestzug zur US-Botschaft untersagt hatten. Der Präsident des "Islamischen Zentralrats Schweiz", Nicolas Blancho, sagte, dass eine Entschuldigung der US-Regierung für den Film nicht ausreiche. Washington müsse den Worten Taten folgen lassen. Der Film erinnere an die Mohammed-Karikaturen im Jahr 2005. Die Provokation sei gleich geblieben, nur der Ton habe sich verschärft.

Auch in mehreren deutschen Städten gingen Muslime auf die Straße. In Dortmund zogen 1.500 Muslime durch die Innenstadt, in Karlsruhe wurden 200 Teilnehmer gezählt. "Respekt für alle Religionen. Stoppt den Film, stoppt den Spott!" riefen die Demonstranten, die auch deutsche Fahnen schwenkten.

In Frankreich wurde das vom Innenministerium verhängte Demonstrationsverbot von der Polizei strengstens überwacht. In Paris wurden 21 Muslime festgenommen, auch in Lille wurde eine Protestaktion mit Festnahmen unterbunden. Im südfranzösischen Marseille rückten 60 Sonderpolizisten mit einem Hubschrauber an, um genau einen Demonstranten im Stadtzentrum vorzufinden. "Vielleicht bin ich heute der einzige, aber ich bin der Sprecher der schweigenden Mehrheit", sagte Omar Djellil zu den ebenfalls zahlreich angereisten Medienvertretern.

Kommentare

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Eigentlich kann man dem Islam in Wien nur gratulieren. Es wäre schön, wenn dies in anderen Teilen der Welt auch so funktionieren täte. Vielleicht sollte man ja international die Suren 3.55, 5.68, 5.69 und 5.109 bekannt machen um solche Eskalationen zu verhindern. Hier und in Deutschland hat es jedenfalls funktioniert.

Euer

Pastor Hans-Georg Peitl
J.U.M.P. - Jesus Unzensuriert Medien Produktion
http://jachwe.wordpress.com

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Sorry. Es ist nicht 5.109 sondern 5.105.

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Sure 3.55
"(Damals) als Allah sagte: ""Jesus! Ich werde dich (nunmehr) abberufen und zu mir (in den Himmel) erheben und rein machen, so daß du den Ungläubigen entrückt bist. Und ich werde bewirken, daß diejenigen, die dir folgen, den Ungläubigen bis zum Tag der Auferstehung überlegen sind. Dann (aber) werdet ihr (alle) zu mir zurückkehren. Und ich werde zwischen euch entscheiden über das, worüber ihr (im Erdenleben) uneins waret."

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Sure 5.68
Sprich: "O Volk der Schrift, ihr fußet auf nichts, ehe ihr nicht die Thora und das Evangelium befolgt und das, was zu euch herabgesandt ward von eurem Herrn." Aber gewiß, was von deinem Herrn zu dir hinabgesandt ward, wird gar viele von ihnen zunehmen lassen an Aufruhr und Unglauben; so betrübe dich nicht über das ungläubige Volk

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Sure 5.69
Jene, die geglaubt haben, und die Juden und die Sabäer und die Christen - wer da an Allah glaubt und an den Jüngsten Tag und gute Werke tut -, keine Furcht soll über sie kommen, noch sollen sie trauern.

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Sure 5.105
O die ihr glaubt! Wacht über euch selbst. Der irregeht, kann euch nicht schaden, wenn ihr nur selbst auf dem rechten Wege seid. Zu Allah ist euer aller Heimkehr; dann wird Er euch enthüllen, was ihr zu tun pflegtet.

Nur noch traurig diese dumme Religion , soll sie doch zur Hölle fahren

Ignaz-Kutschnberger
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Nur 100.000 Dollar Kopfgeld... mein Gott, müssen die Leute in Pakistan arm sein...schrecklich!!

Ignaz-Kutschnberger
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Scheinbar gibt es doch noch gläubige Muslime... was spricht eigentlich gegen Pornos??... Jesus war doch auch verheiratet und hat vermutlich nachts brav gearbeitet...

Zum Glück hat es in A noch viele tüchtige Migranten die sich integrieren und keine Probleme bereiten wie die Muslime. Schade, dass diese tüchtigen Migranten vielfach in den gleichen Topf geworfen werden wie die meist Sozialhilfe abhängigen und vielfach agressiven und kriminellen Muslime.

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