Mögliches NHL-Duell von Pöck und Vanek:
Buffalo gastiert bei den New York Islanders

Einziges Duell zweier Österreicher ging an Vanek Thomas Pöck hofft gegen Sabres auf 2. Saisoneinsatz

Mögliches NHL-Duell von Pöck und Vanek:
Buffalo gastiert bei den New York Islanders © Bild: APA/Fohringer

Seit dem Debüt von Reinhard Divis für die St. Louis Blues am 7. April 2002 sind vier österreichische Eishockey-Spieler in der National Hockey League (NHL) zum Einsatz gekommen. Ein Österreicher-Duell gab es aber erst ein einziges Mal: Am 14. Oktober 2006 feierten die Buffalo Sabres mit Thomas Vanek gegen die New York Rangers mit Thomas Pöck einen 7:4-Heimsieg. Am heutigen Columbus-Day (US-Feiertag), könnte es um 14.00 Ortszeit (20.00 MESZ) zur zweiten Auflage kommen.

Vanek gastiert mit den Sabres im Nassau-Coliseum bei den New York Islanders, für die Pöck beim 5:2-Erfolg über die St. Louis Blues sein Debüt gegeben hat. Nach dem Weggang von den Rangers hat der Kärntner Verteidiger wieder gute Chancen auf weitere NHL-Einsätze. Sehr zur Freude von Vanek. "Ich habe mich echt gefreut für ihn. Er hat sich bei den Rangers den Ein-Wege-Vertrag verdient und trotzdem nicht die Chance bekommen. Es ist super dass er bei den Islanders ist. Er wird dort sicher überzeugen, seine Punkte machen und sein Spiel in der NHL finden", so der Stürmerstar, der sich um seine Einsätze keine Gedanken machen muss.

Vanek spricht seinem Landsmann schon seit Jahren das Potenzial für einen NHL-Verteidiger zu. "Tommy ist eisläuferisch sehr stark. Das wichtigste für ihn ist, wie für jeden anderen Spieler, das Selbstvertrauen. Wenn Tommy selbstbewusst spielt, ist er offensiv extrem gut", so der Steirer über den Kärntner.

Bisher einziges Duell gewann Vanek
Aus der bisher einzigen Profi-Begegnung mit Pöck ist Österreichs Sportler des Jahres 2007 als klarer Sieger hervorgegangen. Zwar blieb Vanek vor fast genau zwei Jahren ohne Scorerpunkt, Pöck, damals noch mit den Rangers, allerdings stand bei drei Gegentreffer auf dem Eis und verließ zudem als Verlierer die Halle. Ganz im Gegensatz zum einzigen Duell im Nachwuchs, an das sich Pöck erinnern kann. "Das war in der U14 mit Klagenfurt gegen Graz. Ich nehme an, dass wir gewonnen haben, weil viel verloren haben wir damals nicht. Vor allem nicht gegen Graz", meinte der Kärntner im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur.

Vanek war vom Jahrgang her drei Jahre hinter Pöck, hat aber schon bei den Älteren mitgespielt. Das außergewöhnliche Talent war schon damals offensichtlich. "Immer wieder wurde gesagt, wenn er in die nächste Stufe kommt, wird es nicht mehr gehen. Dann hat er es ihnen aber wieder gezeigt", weiß der Kärntner, der seinen ÖEHV-Teamkollegen ganz vorne bei den weltbesten Torjägern ansiedelt.

"Er ist offensiv einer der besten Spieler. Du brauchst dir nur die Tore in den letzten drei Jahren anschauen. Er hat in der NHL über 100 gemacht, das haben nur ganz wenige geschafft. Das kann er, das kann man nicht lernen. Auch er hat es nicht gelernt. Das hat er, das hatte er immer", erklärte Pöck, der zudem die teils schmerzhafte Art und Weise schätzt, mit der Vanek zu Torerfolgen kommt: "Er ist der einzige der Top-Torjäger, der im Powerplay die Arbeit vor dem Tor macht. Das macht kein Owetschkin und kein Heatley. Das ist sehr, sehr hart, weil er vor dem Tor von den Verteidigern viel abbekommt."

Islanders gelten als Außenseiter
Also heißt es für die Islanders-Verteidiger Acht geben. Denn die Sabres "haben da ihre Spielzüge, da müssen wir aufpassen, weil Tommy ist immer gut für ein oder zwei Tore. Schauen wir, dass es nicht gegen uns passiert", so der 26-Jährige, dessen Team trotz des Erfolgs gegen die St. Louis Blues als Außenseiter gilt. "Buffalo hat sicher eine super Mannschaft", sagt Pöck. Vanek meint: "Die Islanders sind schwer einzuschätzen, aber sie werden 60 Minuten hart arbeiten."

Sollte Pöck nicht zum Einsatz kommen, hieße es wieder einmal knapp vorbei an einem Österreicher-Duell. Wie im Jänner 2004, als Christoph Brandner mit Minnesota Wild in St. Louis gastierte, aber Torhüter Reinhard Divis just an diesem Tag wieder ins Farmteam geschickt worden ist. Oder im Play-off 2006/07, als Pöck in der ersten Runde für die Rangers viel zum Einsatz kam, in der zweiten Runde gegen die Sabres aber nur auf der Tribüne Platz nehmen musste.

(apa/red)