"Mögen tu ich das überhaupt nicht":
Dohnal gegen rot-blaue Zusammenarbeit

Die legendäre Frauenministerin im NEWS-Interview Bundesregierung muss bei Migrationsfrage ansetzen

 "Mögen tu ich das überhaupt nicht":
Dohnal gegen rot-blaue Zusammenarbeit
© Bild: APA/Gindl

Die legendäre erste Frauenministerin Österreichs, Johanna Dohnal, sieht die Diskussion über mögliche rot-blaue Koalitionen in einigen Bundesländern - Gabi Burgstaller hatte die Diskussion in einem NEWS-Interview in Gang gesetzt - kritisch. Im großen Interview für die morgen erscheinende Ausgabe von NEWS sagt sie: "Ich müsste mit Gabi Burgstaller und den anderen erst länger darüber reden. Ich kann mir vorstellen, dass auf Landesebene eine andere Art der Zusammenarbeit ist oder sein könnte. Mögen tu ich das nicht und auf Bundesebene überhaupt nicht. Es muss ja auch in den Ländern gegen das Denken dieser Personen vorgegangen werden. Das macht mir Sorgen."

Dohnal hätte sich erwartet, dass in der neuen Bundesregierung eine Integrationsministerin oder Staatssekretärin geschaffen wird. Das hielte sie für notwendig: "Ich weiß um die Bemühungen in Wien, aber man muss insgesamt bei der Migrationsfrage ansetzen. Man hat das am Wahlergebnis in Wien gesehen. Viele österreichischen Jungen haben ja Erfahrung im Umgang mit ausländischen Jungen, die abgeschottet in einer, sagen wir mal, Parallelgesellschaft leben, und sind angefressen.

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache spreche dieses Problem an, "aber es kommt darauf an, wie man das tut. Diese Auseinandersetzung muss geführt werden. Das wird nicht leicht, aber das ist eine entscheidende Frage. Die Sorge ist groß, auch die Sorge, ob wir es schaffen, dagegen anzukämpfen."

Es schmerzt Johanna Dohnal "wahnsinnig", wie einige der verantwortlichen Personen in der SPÖ mit dem ehemaligen SP-Vorsitzenden und Bundeskanzler Alfred Gusenbauer umgegangen seien und an seiner Demontage gearbeitet hätten. Zu Nachfolger Werner Faymann sagt Dohnal: "Ich kenne Werner Faymann nicht so gut wie Gusenbauer". Von der neuen Regierung erwartet Dohnal jedenfalls, "diese populistische, menschenverachtende Politik, die da propagiert wird", zu verhindern.

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