Modell Kurzarbeit hat sich bewährt: 8.400 Arbeitsplätze dank der Maßnahme gerettet

Auch Bildungskarenz half bei Arbeitsmarktstabilität Jugendliche und Sachgüterindustrie kam unters Rad

Modell Kurzarbeit hat sich bewährt: 8.400 Arbeitsplätze dank der Maßnahme gerettet

Durch die erstmals breit eingesetzte reformierte Kurzarbeit dürften 2009 rund 8.400 Beschäftigungsverhältnisse gesichert worden sein, berichtet das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo). Die Bildungskarenz habe im Jahresdurchschnitt mit 4.900 Fällen ebenfalls stark zur vorübergehenden Reduktion des Arbeitskräfteangebotes bei Aufrechterhaltung der Beschäftigungsverhältnisse beigetragen.

Einschränkungen bei den betrieblichen Lehrstellen seien durch den Ausbau der überbetrieblichen Lehrausbildungsplätze aufgefangen worden. Der österreichische Arbeitsmarkt habe auf den durch die Finanz- und Wirtschaftskrise hervorgerufenen stärksten weltweiten Einbruch der Realwirtschaft seit 50 Jahren mit einem Beschäftigungsrückgang und einer markanten Zunahme der Arbeitslosigkeit reagiert, die voraussichtlich auch im Jahr 2010 anhalten werden, zieht das Wifo Bilanz.

Nach einer Phase deutlicher Beschäftigungsexpansion in den Jahren 2006 bis 2008, in der die Zahl der aktiven Beschäftigungsverhältnisse um durchschnittlich mehr als zwei Prozent pro Jahr gewachsen sei, folgten ein Einbruch von -1,3 Prozent und ein drastischer Anstieg der Arbeitslosenquote um 1,3 Prozentpunkte auf 7,1 Prozent, einschließlich Schulungsteilnahmen 1,6 Prozentpunkte auf 8,8 Prozent.

Besonders betroffen von den Folgen des Konjunktureinbruchs waren laut Wifo Jugendliche und die vorwiegend männlichen Beschäftigten in den exportorientierten Bereichen der Sachgütererzeugung, einschließlich der schwerpunktmäßig dort beschäftigten Leiharbeitskräfte. Im weiteren Verlauf der Krise verbreiterte sich der Anstieg der Arbeitslosigkeit und betraf zunehmend auch Frauen und Dienstleistungsbranchen.
(apa/red)