Mittelohrentzündung entsteht durch Viren:
Eltern sollten Kinder vor Erkältung schützen

Gewöhnlicher Schnupfen ist Vorläufer der Entzündung Grippe-Impfung schützt auch vor Mittelohrentzündung

Mittelohrentzündung entsteht durch Viren:
Eltern sollten Kinder vor Erkältung schützen

Bei kleinen Kindern sind Mittelohrentzündungen oft eine Komplikation gewöhnlicher virusbedingter Erkältungen. Eine amerikanische Studie bestätigt den lange gehegten Verdacht, dass solche Infektionen direkt miteinander zusammenhängen. Die Untersuchung von fast 300 Kindern im Alter bis drei Jahre ergab, dass auf mehr als 60 Prozent der viral verursachten Infekte der oberen Atemwege eine akute Mittelohrentzündung oder aber eine Mittelohrentzündung mit Ausfluss folgt.

Gerade bei den jüngeren Kindern mündete eine virale Erkältung besonders oft in eine Ohrentzündung. Aber auch der Erregertyp spielte eine Rolle. Vor allem Adenoviren und Coronaviren griffen auf die Ohren über, wie die Forscher der Universität von Texas in Galveston in der Zeitschrift "Clinical Infectious Diseases" berichten. Etwa jede zweite solche Infektion führte demnach zu einer akuten Mittelohrentzündung.

Bei Erkältungen durch Entero-, Rhino- oder Influenza-Viren lag der Anteil dagegen bei etwa einem Drittel. "Weil wir nun wissen, dass die gewöhnliche Erkältung der Vorläufer einer Ohrinfektion ist, sollten sich Eltern verstärkt darum bemühen, ihre Kinder vor Erkältungen zu bewahren", betont Untersuchungsleiterin Tasnee Chronmaitree. Dazu könnten auch Grippe-Impfungen beitragen.

(apa/red)