Mitstreiter rebellieren: Entscheidung über bundesweiten Antritt der Liste Dinkhauser

Dinkhauser sucht Unterstützer in anderen Gruppen Rumoren innerhalb der Liste: Gegen Bundeswahl

Mitstreiter rebellieren: Entscheidung über bundesweiten Antritt der Liste Dinkhauser © Bild: Reuters/Neubauer

Der Tiroler Neolandtagsabgeordnete und Listenführer Fritz Dinkhauser will heute über eine mögliche bundesweite Kandidatur der Liste Fritz bei der kommenden Nationalratswahl entscheiden. Für den Abend ist eine Sitzung mit allen Mitgliedern der Bewegung geplant. "Dort wird jeder die Möglichkeit haben, sich zu äußern", sagte Dinkhauser. Danach soll die mit Spannung erwartete Entscheidung fallen. Der mögliche Antritt bei der Nationalratswahl ist unter Dinkhausers Mitkämpfern nicht unumstritten.

Fritz Gurgiser, Obmann des Transitform Austria-Tirol und Mitstreiter Dinkhausers, sprach sich gegen eine bundesweite Kandidatur bei der Nationalratswahl aus. Es sei das Ziel, das Bürgerforum zu einem wichtigen Bestandteil der Tiroler Politik zu machen und als Gegenpol zur ÖVP zu positionieren. Österreichweit anzutreten, wäre ein Fehler.

Dinkhauser kampfbereit
"Es ist mir sehr wichtig, was meine Mitstreiter denken", erklärte Dinkhauser im Vorfeld der Sitzung. Über seine Kampfbereitschaft ließ der häufig als ÖVP-Rebell titulierte Tiroler allerdings keinen Zweifel. Die etablierten Parteien müssen aufpassen, meinte er. Die Frustration bei den Leuten sei sehr groß. Tirol habe den Impuls gegeben.

"Die etablierten Parteien sind out, die Bürger sind in", sagte Dinkhauser. Er betonte, dass das Interesse an einer Zusammenarbeit mit seiner Liste nach wie vor sehr stark sei. Wie die jüngsten Gespräche mit der Ärztegruppe "Die Weißen" und der Initiative "Rettet Österreich" verliefen, wollte er sich nicht sagen.

Unterstützungserklärung leicht zu sammeln
Es sei für ihn kein Problem, die nötigen Unterstützungserklärungen zu sammeln. Von den 2.600 notwendigen Unterschriften komme er allein in Tirol auf 1.000. Es brauche Leute die den Willen haben, so etwas gemeinsam zu tun. Sollte er an der Spitze sein, wolle er wissen, mit wem er zusammenarbeite. "Es ist wie bei einer Brautschau, da nimmt man ja auch nicht irgendwen", meinte er.
(apa/red)