Mitarbeiter weist Aussage des Präsidenten zurück: Katzav in Sexaffäre unter Druck!

Angestellte behauptet, vergewaltigt worden zu sein

Der israelische Staatspräsident Moshe Katzav gerät wegen seiner angeblichen Sexaffäre weiter unter Druck. Ehemalige Angestellte der Präsidentenresidenz in Jerusalem wiesen am Sonntag Schilderungen des Anwaltes Katzavs zurück, wonach eine sexuelle Belästigung in den Räumlichkeiten der Residenz nicht unbemerkt möglich sei. Eine ehemalige leitende Angestellte des Präsidenten wirft diesem vor, sie in seinem Büro vergewaltigt zu haben.

Laut einem Bericht der Intenetausgabe der israelischen Zeitung "Haaretz" hatte der Anwalt Tzion Amir argumentiert, die Bürotüren stünden stets offen und durch Glasfenster sei das Büro des Präsidenten immer einsehbar. Kellner sind laut Amir nach Belieben ein und aus gegangen. Es sei also technisch unmöglich, einen Akt der sexuellen Belästigung innerhalb des Büros unbemerkt zu begehen.

Aussagen ehemaliger Angestellter widersprechen jedoch den Behauptungen des Anwaltes. "Niemand, nicht einmal die Familie des Präsidenten, würde es wagen, sein Büro ohne seine Genehmigung zu betreten", zitiert die Zeitung einen Ex-Mitarbeiter. Katzav habe, anders als sein Vorgänger Ezer Weizman, sein Büro meist versperrt. Kellner seien nur in das Büro des Präsidenten gegangen, wenn dieser Gäste hatte. Weiters sei es unmöglich, durch die Glasfenster in das Innere des Raumes zu sehen. Die Anfrage von "Haaretz", die Räumlichkeiten zu besichtigen, sei zurückgewiesen worden, berichtet das Blatt.

Eine ehemalige Angestellte des Präsidialamtes hatte Katzav beschuldigt, er habe sie mit Drohungen sexuell gefügig gemacht. Katzav bestreitet die Vorwürfe und gab in einem Brief an die Generalstaatsanwaltschaft an, dass ihn die Frau mit dem Vorwurf habe erpressen wollen. (apa/red)