Mit Tempo 160 in Europa ganz vorne: Nur Deutsche schneller, in Norwegen 90er-Limit

Italienisches Parlament soll bald Tempo 150 einführen

Mit der Erprobung von Tempo 160 gehörte der zwölf Kilometer lange Abschnitt Spittal-Ost und Paternion auf der Kärntner Tauernautobahn (A10) zu den schnellsten öffentlichen Straßen Europas. Nur auf Deutschlands Autobahnen darf schneller gefahren werden. Dort gibt es kein Limit, als Leitschnur gibt es allerdings eine Richtgeschwindigkeit von 130 km/h.

Im Europavergleich recht hoch ist laut ARBÖ das italienische Tempolimit angesetzt: Geht es nach dem Willen des Gesetzgebers, darf auf bestimmten Abschnitten der italienischen Autobahnen bald 150 km/h gefahren werden. Die Umsetzung stockte allerdings: Das vom Verkehrsminister vorgelegte Gesetz ist noch nicht vom Parlament beschlossen worden. Dieses wurde Anfang April neu gewählt, wodurch es zu weiteren Verzögerungen kommen dürfte.

In Norwegen nur 90 km/h
In anderen europäischen Ländern liegt die Höchstgeschwindigkeit bei Tempo 130 oder darunter. Am langsamsten sind mit Abstand die Norweger unterwegs, die auf ihren Autobahnen nur 90 km/h fahren dürfen. Nur wenig schneller geht es in Zypern voran: Dort sind höchstens 100 km/h erlaubt.

Engländer und Schotten höchstens 112 km/h
110 km/h erlauben Schweden, Litauen, Lettland, Estland und Dänemark. Knapp darüber liegt das britische Tempolimit, das in Meilen pro Stunde gemessen wird. Umgerechnet darf im Vereinten Königreich 112 km/h gefahren werden.

120 km/h als oberstes Tempolimit gelten in Belgien, den Niederlanden, Finnland, Griechenland, Irland, Portugal, Spanien, Rumänien, in der Türkei und in der Schweiz. 130 km/h müssen in Bulgarien, Frankreich, Kroatien, Polen, Slowenien, Tschechien und in der Slowakei eingehalten werden.
(APA/red)