Mit "Schlaumäusen" zum Erfolg: Wirtschaft will Kinder von Migranten besser eingliedern

Computersoftware für spielerischen Spracherwerb 75 Kindergärten werden kostenlos ausgestattet

Mit "Schlaumäusen" will die Wirtschaftskammer Migrantenkindern das spielerische Lernen der deutschen Sprache erleichtern. In den kommenden Monaten soll die von Microsoft entwickelte und im Vorjahr erstmals präsentierte gleichnamige Lernsoftware 75 Betriebskindergärten in ganz Österreich kostenlos zur Verfügung gestellt werden. "Kindern mit Migrationshintergrund das spielerische Lernen der deutschen Sprache am Computer zu ermöglichen und ihnen die nötigen Fähigkeiten und Kenntnisse dafür zu vermitteln, ist eine gute Investition in die Zukunft", meint der stellvertretende WKÖ-Generalsekretör Reinhold Mitterlehner.

Zur optimalen Nutzung des Programms werden die Kindergartenpädagogen im Vorfeld geschult. Die WKÖ bietet dafür die WIFIs an. Ziel sei es, die "Schlaumäuse" auch verstärkt in öffentlichen Kindergärten zum Einsatz zu bringen, so Mitterlehner. In einzelnen Bundesländern sollen alle Kindergärten damit ausgestattet werden.

Hintergrund für die Unterstützung der WKÖ für die Aktion sind unter anderem die zuletzt bei der PISA-Studie gezeigten Leseschwierigkeiten von bereits in Österreich geborenen Migrantenkindern. Dass diese schlechter lesen könnten als im Ausland geborene Migranten, sei "alarmierend". "Ohne Integrationsbemühungen werden sie in zehn Jahren vermutlich beim Arbeitsamt vorgemerkt sein. Andererseits können wir nur über verstärkte Integrationsbemühungen das Verständnis der Bevölkerung für den gezielten Zuzug von qualifizierten Fachkräften aus dem Ausland erreichen", so Mitterlehner.

(apa/red)