Mit dem "Office 21" arbeiten wie Bill Gates:
Fraunhofer Institut zeigt Büro der Zukunft

Drei Monitore plus Drehtisch für flexible "E-Worker" Schwerpunkt auf Außendienstmitarbeiter & Teamwork

Mit dem "Office 21" arbeiten wie Bill Gates:
Fraunhofer Institut zeigt Büro der Zukunft © Bild: Fraunhofer Gesellschaft

Forscher des Fraunhofer Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation beschäftigen sich im Rahmen des Projektes "Office 21" mit den Arbeitsabläufen und dem Arbeitsplatz des 21. Jahrhunderts. "Bis 2020 werden 80 Prozent der deutschen Arbeitnehmer mobile E-Worker sein", meint Projektleiter Uwe-Ernst Haner.

"Was diese Menschen brauchen, ist geeignetes Equipment, um effizient arbeiten zu können. Dadurch steigt schließlich auch die Motivation und Produktivität der Mitarbeiter." Mit dem "Office 21 Showcase" setzten die Wissenschaftler ihre Vorstellung von einem modernen Arbeitsplatz um. Auf der Fujitsu Siemens Hausmesse Visit 2006 wurde dieser nun präsentiert.

Ressourcen flexibel nutzbar
Am Arbeitsplatz des Bürosystems meldet sich der Mitarbeiter mittels RFID-Karte oder PIN-Code am Platz an und kann ihn so für die gewünschte Zeit reservieren. Er findet seine bevorzugten Einstellungen sowohl am Computer wie auch am Telefon vor. Zum Einsatz soll der entwickelte Arbeitsplatz vor allem in Unternehmen kommen, deren Mitarbeiter sehr oft im Außendienst unterwegs sind. Dabei werden zwei Probleme gelöst, erläutert Haner: "Erstens findet der Angestellte, wenn er einen Büroplatz benötigt, immer die besten Voraussetzungen und eine gute Infrastruktur vor. Zweitens wird das Büro auch entsprechend den Erfordernissen ausgelastet." Im Optimalfall gäbe es weder Leerlaufzeiten, unbesetzte Arbeitsplätze noch Hardware, die nicht genutzt wird.

Arbeiten wie Bill Gates
Was der GHründer von Microsoft jetzt schon an seinem Arbeitsplatz vorfindet, nämlich drei Monitore, ist neben einem drehbaren Tisch zentzrales Element des "Office 21"-Arbeitsplatzes. Der Tisch dient entweder als Arbeitsfläche für eine Person oder er wird gedreht und somit für ein Team-Meeting Platz geschaffen. "In unseren Studien haben wir herausgefunden, dass die meisten Treffen mit zwei bis vier Teilnehmern ablaufen. Daher haben wir unseren Arbeitsplatz dahingehend optimiert", führt Haner aus. Zur Visualisierung der Arbeit dienen die drei Monitore. "Ein Monitor allein bietet sehr wenig Platz, daher haben wir uns entschieden, drei Displays nebeneinander in unseren Arbeitplatz zu integrieren. Somit kann auf einem Schirm der E-Mail-Posteingang angezeigt werden, auf dem zweiten bleibt man mit Arbeitskollegen via Webkonferenz verbunden und auf dem dritten laufen die Programme, mit denen gerade gearbeitet wird."

Miteinander Stärke beweisen
Im Teamwork-Modus können zusätzliche Notebooks einfach an das System angeschlossen werden. Ein Bildschirm wird dann dem tragbaren Computer zugeordnet, wodurch jeder Meetingteilnehmer einen direkten Blick auf den Bildschirm hat. "Mit Windows Vista und seinen integrierten Teamarbeit-Funktionen können auch Dateien auf einfache Weise zwischen den Computern getauscht werden", erläutert Haner. (pte/red)

Webtipp:
www.iao.fraunhofer.de