Mit NEWS sicher im Straßenverkehr: Teil 1 über die wichtigsten Regeln am Schulweg

Zwei Drittel sind im Kindersitz mangelhaft gesichert Neue Serie: NEWS gibt Tipps für mehr Sicherheit

Mit NEWS sicher im Straßenverkehr: Teil 1 über die wichtigsten Regeln am Schulweg

Die Gefahrenquellen für Kinder im Straßenverkehr lauern fast überall: zu schnell fahrende Pkws, nicht angelegte Sicherheitsgurte oder unübersichtliche Straßenkreuzungen.

ÖAMTC-Experte Stefan Kerbl formuliert für NEWS die wichtigsten Regeln:

- Laut Gesetz müssen Kinder bis 14 Jahre und unter einer Körpergröße von 150 Zentimetern mit einem Kinderrückhaltesystem gesichert werden. Drei Größen stehen zur Auswahl: klein, mittel und groß.

- Beim Kauf sollte man auf die Kindersitzprüfnorm ECE 44/03 achten. Sie garantiert den höchsten Sicherheitsstandard.

- Den Gurt immer festziehen und den Sitz ordentlich montieren. Besser zweimal prüfen!

- Kinder sind oft zu dick angezogen. Jacken und Pullis vor Anlegen des Gurts ausziehen!

- Der Gurt muss richtig eingehängt, straffgezogen und darf auf keinen Fall verdreht sein.

- Wenn die Schulterhöhe die Auslässe der Gurte übersteigt, muss ein größerer Sitz her.

- Rückwärts gerichtete Kindersitze dürfen nicht auf dem Beifahrersitz verwendet werden, wenn dort ein aktiver Front-Airbag angebracht ist.

- Beim Kauf einer Sitzerhöhung müssen Kopfstütze und Gurtgeometrie mit dem Auto kompatibel sein.

- Sitzkissen mit Rückenlehne dürfen nur mit Dreipunktgurt verwendet werden. Isofix, wie bitte? Ein zusätzlicher Tipp des ÖAMTC-Profis: „Legen Sie sich ein Isofix, eine Steckverbindung zwischen Fahrzeug und Kindersitz, zu. Zum einen ist der Kindersitz so viel rascher ein- und auszubauen. Und das Kind nimmt durch die starre Verbindung mit der Fahrzeugkarosserie deutlich früher an der Fahrzeugentschleunigung teil. Die
Belastung ist geringer.“

- Vom Kauf gebrauchter Sitze rät Kerbl ab: Kindersitze können Schäden haben, die auf den ersten Blick nicht zu sehen sind.

Verkehrsregeln üben! Weiters empfiehlt das Kuratorium für Verkehrssicherheit, die Kleinen möglichst früh auf die Regeln im Straßenverkehr einzuschwören:

- Ab wann ein Kind alleine zur Schule gehen kann, hängt stark vom Verhalten des Kindes ab. Beobachten Sie deshalb, wie verantwortungsbewusst es sich im Straßenverkehr bewegt, ehe Sie es auf den Schulweg schicken.

- Der kürzeste Schulweg ist nicht immer auch der sicherste. Nehmen Sie für gut gesicherte Übergänge und Zebrastreifen lieber einen Umweg in Kauf.

- Am sichersten sind Übergänge, die durch Schülerlotsen gesichert werden.

- Lehren Sie Ihr Kind, dass es das Queren an unübersichtlichen Stellen – etwa zwischen parkenden Fahrzeugen – auf jeden Fall unterlassen soll. Das Wichtigste aber: üben, üben, üben. ÖAMTC-Mann Kerbl: „Verkehrsregeln lassen sich am besten in der Praxis erlernen. Davon profitieren die Kinder.“

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