Mit Glühbirnen unterwegs auf Stimmenfang:
Die seltsamen Goodys von Martin, BZÖ & Co.

Stadler verteilt Duschgel für "Sauberkeit in der EU" Über Kosten der Give-aways halten sich alle bedeckt

Mit Glühbirnen unterwegs auf Stimmenfang:
Die seltsamen Goodys von Martin, BZÖ & Co. © Bild: APA/Techt

Kein Wahlkampf ohne Wahlgeschenke - neben den obligatorischen Feuerzeugen und Kugelschreibern haben sich die kreativen Köpfe der Parteien anlässlich der bevorstehenden EU-Wahl auch einige Besonderheiten ausgedacht. So wirbt das BZÖ mit Duschgel für mehr Sauberkeit, und die ÖVP will den Österreichern mit einem Rezeptheft die Vorteile der EU schmackhaft machen. Die Freiheitlichen teilen Teddybären zum Kuscheln und die Grünen Blumensamen zum Einsetzen aus. Hans-Peter Martin will mit Glühbirnen erreichen, dass dem Wähler ein Licht aufgeht. Zu den Kosten der Give-aways will sich freilich niemand so genau äußern.

Eher konservativ gehalten sind die Give-aways der SPÖ - hier werden lediglich Kugelschreiber, Feuerzeuge, Zuckerl, Buttons, USB-Sticks und Infofolder ausgeteilt.

EU schmackhaft machen
Lust auf die Vorzüge Europas abseits der Politik versucht die Volkspartei mit einem Rezeptheft zu wecken, das ein typisches Gericht aus jedem EU-Mitgliedsstaat bietet.

Ihm geht ein Licht auf
Hans-Peter Martin gibt sich in punkto Wahlkampfgeschenke innovativ und verzichtet auf Kugelschreiber und Feuerzeuge. Stattdessen will er mit 75-Watt-Glühbirnen, "die ja vom Aussterben bedroht sind", erreichen, dass den Wählern ein Licht aufgeht.

Eurovision
Auf "garantiert gentechnikfreie" Sonnenblumensamen setzen die Grünen, um die Wähler zu überzeugen. Im Parteishop "Grünzeux" sind außerdem "Eurovision"-T-Shirts erhältlich.

Die Sauberjungs
"Der absolute Renner" beim BZÖ sind Glückskekse, die Botschaften über den orangen Spitzenkandidaten Ewald Stadler enthalten, erklärt Wahlkampfleiter Stefan Petzner. Und weil es "im Sommer heiß ist" und man Give-aways "mit praktischem Nutzen" verschenken will, gibt es obendrein Duschgels "für mehr Sauberkeit". Die Botschaft ist allerdings nicht gegen die Wähler gerichtet, sondern soll vermitteln, dass Stadler in Brüssel für mehr Sauberkeit sorgen würde, betont man beim BZÖ. Na

(apa/red)