Mit "gestohlenen Immobilien gehandelt"? 40 Mio. Euro von Hypo Alpe Adria gefordert!

Slowenische Firma spricht von "Bilanzfälschung" HAAB: Causa hat nichts mit Geldwäsche zu tun

Die von einer Spekulationsaffäre gebeutelte Kärntner Hypo Alpe-Adria-Bank (HAAB) sieht sich jetzt auch mit einer Klage einer slowenischen Firma konfrontiert, die 40 Mio. Euro Schadenersatz will. Die Cefing AG wirft der Hypo vor, wissentlich mit "gestohlenen Immobilien gehandelt" zu haben und die Immobilien mit falschen Werten in der Bilanz 2005 verbucht zu haben.

Von "Bilanzfälschung" ist ebenso die Rede wie davon, dass die Hypo "ihre Investoren und Gläubiger betrogen" und das österreichische Finanzministerium "beschwindelt" habe, berichtet "Der Standard". Die Hypo Alpe-Adria weist alle Vorwürfe zurück.

Konkret geht es um einen Grundstückskauf im Jahr 2005 von einem slowenischen Staatsbetrieb. Die Immobilie habe aber ihr gehört, beteuert die Cefing. Die Hypo habe der Republik Slowenien und der damals staatlichen Cimos AG geholfen, Cefing ihre 5.000 Quadratmeter große Liegenschaft wegzunehmen. Das Hypo-Management sei von Beginn an über die wahren Eigentumsverhältnisse informiert gewesen und müsse nun den Schaden bezahlen.

Ein für die Causa zuständiger HAAB-Konsulent erklärt die Causa mit den komplexen Umständen nach dem Zerfall Jugoslawiens. Man sei "in einen Streit zwischen zwei slowenischen Gesellschaften geraten". Mit Geldwäsche, von der die Slowenen sprechen, oder mit Bilanztricks habe das alles nichts zu tun. (apa)