Mit Ausdauertraining gegen Migräne: Soll Häufigkeit und Schwere von Anfällen senken

26 Patienten wurden zwölf Wochen lang getestet Sauerstoffaufnahme dadurch erheblich verbessert

Mit Ausdauertraining gegen Migräne: Soll Häufigkeit und Schwere von Anfällen senken

Ausdauertraining kann die Häufigkeit und Schwere von Migräneanfällen senken. Bisher gingen Ärzte davon aus, dass körperliche Belastung solche Kopfschmerzen auslösen kann. Nun prüften Mediziner der Universität Göteborg den Effekt eines speziell entwickelten Ausdauertrainings, das die Sauerstoffaufnahme von Migränepatienten steigert.

Aus Sorge vor Kopfschmerzattacken meiden viele Betroffene anstrengende körperliche Aktivitäten. Die schwedischen Forscher ließen insgesamt 26 Patienten dreimal wöchentlich auf einem Trimmrad trainieren. Im letzten Monat des zwölfwöchigen Programms sanken bei den Teilnehmern die Zahl der Migräneanfälle, die Intensität der Kopfschmerzen und die Menge der benötigten Medikamente.

Gleichzeitig besserte sich die Sauerstoffaufnahme. Zwar sei die optimale Trainingsintensität noch nicht bekannt, schreiben die Forscher um Emma Varkey im Fachblatt "Headache". Aber das Programm solle weiter getestet und mit anderen Therapien verglichen werden. (apa/red)