Mission WM-Gold läuft voll nach Plan: Schild
nach Sieg am Semmering mit Blick voraus

Marlies: "Gold fehlt mir noch, das will ich schaffen" Schild zog mit Erfolg mit Franz Klammer gleich

Mission WM-Gold läuft voll nach Plan: Schild
nach Sieg am Semmering mit Blick voraus © Bild: GEPA

Marlies Schild befindet sich auf ihrer "Mission WM-Gold" voll im Plan. Die Salzburgerin hat auf dem Semmering bereits den dritten Saisonsieg in ihrer Paradedisziplin Slalom gefeiert. Bis zum 19. Februar, an dem der WM-Slalom in Garmisch-Partenkirchen stattfindet, heißt es nun für Schild, die Topform zu konservieren.

"Gold fehlt mir noch, das will ich schaffen", meinte die 29-Jährige, die bis dato bei Großereignissen viermal Silber und dreimal Bronze erobert hat. "Ich will ein gutes Gefühl aufbauen, konstant und sicher werden. Und ich will viel Selbstvertrauen kriegen", so Schild, die im ersten Durchgang auf dem Semmering ihre Sonderklasse eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat.

"Herzinfarkt-Alarm"
Im zweiten Lauf ließ Schild Ski-Österreich dann ein wenig zittern. "Herzinfarkt-Alarm", meinte ÖSV-Sportdirektor Hans Pum, nachdem Schild 0,32 Sekunden Vorsprung auf Maria Riesch ins Ziel gerettet hatte. Die Saalfeldnerin weiß, dass am Tag X bei einem Großereignis immer sehr viel passieren kann. Weitaus planbarer ist daher der dritte Sieg im Slalom-Weltcup. "Der Slalom-Weltcup ist immer ein großes Ziel von mir", sagte Schild, die nach vier Saison-Bewerben mit 300 Punkten vor der Finnin Tanja Poutiainen (250) in Führung liegt.

Platz eins auf dem Semmeringer Zauberberg war Slalom-Sieg Nummer 24, damit liegt Schild in der ewigen Slalom-Bestenliste noch zehn Erfolge hinter der Schweizerin Vreni Schneider. "Zehn Siege sind noch ziemlich viel, das sind zwei Hände voll. So etwas kann man nicht als Ziel haben, das muss passieren."

Passiert ist bereits das Gleichziehen mit der österreichischen Abfahrts-Legende Franz Klammer, denn Schild hält nun genauso wie Klammer bei 26 Weltcup-Erfolgen. Mehr Siege haben aus ÖSV-Sicht nur Annemarie Moser-Pröll (64/inklusive zwei Parallel-Bewerbe), Renate Götschl (46) bzw. Hermann Maier (54), Schilds Lebensgefährte Benjamin Raich (35) und Stephan Eberharter (29) geholt.

Die Deutsche Maria Riesch war auf dem Semmering zweimal Zweite und hat sich damit im Gesamt-Weltcup einen Vorsprung von 121 Punkten auf Lindsey Vonn erarbeitet. "Ich war hier auf dem Semmering sehr konstant. Das ist das Wichtigste, wenn man um den Gesamt-Weltcup mitfahren möchte", meinte die Deutsche, die sich im Slalom mit einem famosen zweiten Durchgang vom 17. auf den zweiten Platz verbessert hat.

(apa/red)