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"Mission: Impossible 5"-Premiere:
Wien im Hollywood-Fieber

Am Donnerstag präsentieren Tom Cruise & Co. den Film in der Wiener Staatsoper

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    Tom Cruise in Wien

    Tom Cruise in der Wiener Innenstadt

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    Tom Cruise in Wien

    Tom Cruise in der Wiener Innenstadt

Heute, Donnerstag, ist es soweit: In der Wiener Staatsoper steigt die Weltpremiere des fünften Teils der "Mission Impossible "-Reihe. Hauptdarsteller Tom Cruise und Regisseur Christopher McQuarrie sind dafür ebenso angereist wie die Schauspieler Simon Pegg und Rebecca Ferguson sowie die Produzenten des Action-Blockbusters. Sie alle werden abends auf dem roten Teppich erwartet. Es ist das erste Mal, dass eine Weltpremiere dieser Größenordnung in der Bundeshauptstadt stattfindet. Mit der Landung am Dienstagabend in Wien wurde sie eröffnet, die Jagd auf Tom Cruise: Fotografen und Fans hefteten sich am Mittwoch an die Fersen des Hollywoodstars. Nach TV-Interviews mit US-Medien im Belvedere und Mittagessen bei DO & CO im Haas-Haus zog er sich am Nachmittag vorerst in sein Hotel zurück.

Wegen der Weltpremiere ist bereits seit Mittwochnachmittag und noch bis Freitagfrüh die Ringstraße zwischen Schwarzenbergplatz und Babenbergerstraße gesperrt. Wien richtet damit erstmals überhaupt die Weltpremiere eines Hollywoodfilms in dieser Größenordnung aus. Den Ausschlag gaben Dreharbeiten in und um die Staatsoper im vergangenen Sommer, bei denen sich Cruise u.a. spektakulär vom Dach abseilte.

Viel Zeit für Fans

Bereits seit Dienstagabend weilt der Hollywoodstar in Wien und gibt sich vor Fans und Journalisten gewohnt gut gelaunt. Wie bereits bei der "Oblivion"-Premiere 2013 will sich Cruise auch heute im Vorfeld der Premiere viel Zeit für seine Fans nehmen, von denen allein 2.500 in einer eigenen Fanzone am roten Teppich warten.

"Wunderschön - seht euch das an, es ist traumhaft", rief Tom Cruise vom Balkon des Belvedere Journalisten und Touristen entgegen, wie ein Video auf "wien.orf.at" zeigt. Schon bei den Dreharbeiten in und um die Wiener Staatsoper im vergangenen Sommer gab sich Cruise als Hollywoodstar zum Anfassen, winkte während Proben vom Staatsoperndach, schrieb Autogramme und posierte für Selfies mit Fans. Auch am morgigen roten Teppich will er sich viel Zeit für seine Fans nehmen, wie Universal Pictures ankündigt - war es doch die Idee des 53-Jährigen, die Weltpremiere in der Staatsoper auszurichten.

© TOPPRESS Austria Tom Cruise in Wien

Neben Cruise, der in "Rogue Nation" zum fünften Mal in die Rolle des Geheimagenten Ethan Hunt schlüpft, reisten dem Vernehmen nach auch Regisseur Christopher McQuarrie sowie Co-Stars Simon Pegg und Rebecca Ferguson samt Entourage und Vertretern von Paramount Pictures am Dienstagabend an. Mittwoch und Donnerstag sind noch Interviews mit ausgewählten, extra eingeflogenen US-Journalisten geplant, ehe am Donnerstag um spätestens 18 Uhr das Schaulaufen auf dem roten Teppich beginnt.

Cruise seilt sich von der Staatsoper ab
© APA/Herbert Neubauer Diesmal muss sich Tom Cruise nicht abseilen

Sperre der Ringstraße

Bereits seit Mittwoch, 14 Uhr und bis Freitag, 5 Uhr, ist dafür die Ringstraße zwischen Schwarzenbergplatz und Babenbergerstraße gesperrt. Laut ÖAMTC baute sich der Stau im Umfeld des Rings überraschend schnell auf. So gab es auf dem Ring zwischen Wollzeile und Oper kaum ein Vorankommen, auf der Ausweichroute der Zweierlinie stand zwischen Karlsplatz und Stadtpark der Verkehr.

Überrascht waren die Experten des ÖAMTC auch von der hohen Zahl an Beschwerden von Geschäftsleuten, Zulieferern und privaten Busunternehmern. "Das war schlimmer als bei der Fußball-EM 2008, wo wesentlich länger gesperrt war", meinte ein ÖAMTC-Sprecher zur APA. Eine Beruhigung der Lage ist auch heute nicht zu erwarten, wenn ab 16 Uhr auch die Kärntner Straße zwischen Karlsplatz und Walfischgasse sowie die Operngasse zwischen Albertinaplatz und Opernring für die Gäste-Zufahrt und den Fanbereich gesperrt werden.

© Rex Features / APA-PictureDesk / Richard Tanzer Die Umwandlung der Staatsoper in Europas größtes IMAX® Kino

Während die aufwendige Stahl- und Holzkonstruktion vor der Staatsoper, die den 60 Meter langen, roten Teppich eine mehrere Meter hohe Treppe hinauf und die Operngalerie entlang führt, bereits Form annimmt, entsteht am Ring nun die großflächige "Fanzone". Die besten Plätze in nächster Nähe zu Hollywoodstar Cruise - 2.500 an der Zahl - wurden im Vorfeld verlost. Aber auch für Schaulustige und Fans, die kein Glück hatten, wird rundherum genug Platz sein, um das Treiben verfolgen zu können, wie die Veranstalter versichern. Für den Fall eines Gewitters just zur Premiere wiederum stünden "Hunderte Regenschirme" für Promis und Kamerateams bereit.

Heimische Prominenz ist mit dabei

Neben dem Hollywood-Besuch hat sich auch heimische Politik und Prominenz für die in dieser Größenordnung noch nie da gewesene Weltpremiere eines Hollywoodfilms in Wien angesagt. So kommen neben Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) u.a. Nicholas Ofczarek, Maria Köstlinger, Armin Assinger, Nicole Hosp und Gery Keszler in den Genuss des neuen Actionstreifens. An Kino-Feeling im Opernhaus wird bereits seit Tagen mit Hochdruck gearbeitet. Erste Fotos zeigen die 17 Meter breite und 9,5 Meter hohe IMAX-Leinwand, die anlässlich der Premiere auf der Bühne installiert wurde. Christian Langhammer, geschäftsführender Gesellschafter von Cineplexx, verspricht in einer Aussendung jedenfalls ein "Kinoerlebnis der Extraklasse".

Einen ersten Eindruck vom Film konnten sich heimische und internationale Journalisten bereits am Dienstagabend bei einem Presse-Screening parallel zur Ankunft der Filmcrew machen. Bis Freitag ist der Streifen von Universal Pictures mit einer Sperrfrist versehen, nur so viel sei verraten: Der groteske Schnittfehler im ersten veröffentlichten Trailer, bei dem die einfahrende U-Bahn in der Station Schottenring im Gegenschuss von einer alten zu einer modernen Garnitur wechselt, ist im Film nicht mehr zu sehen.

© Rex Features / APA-PictureDesk / Richard Tanzer Die Leinwand in der Staatsoper

Wenig begeistert vom Trubel zeigte sich die Wirtschaftskammer. Laut Handelsobmann Rainer Trefelik würde die mehrtägige Ringsperre den City-Unternehmen nämlich massiv schaden. "Die Stadt Wien sollte ihre wirtschaftsfeindlichen Genehmigungen derartiger Spaßparaden überdenken, sonst heißt es bald: WIRTSCHAFT IMPOSSIBLE in der Innenstadt", verwies Trefelik am Montag in einer Aussendung auf eine Reihe von Veranstaltungen, für die der Ring immer wieder teilweise gesperrt werden muss.

Aufbau für die MI5-Premiere
© APA/Herbert Neubauer Ab Mittwoch kommt es zu weitreichenden Sperren

100 Millionen Euro Werbewert

Marijana Stoisits, Geschäftsführerin der Vienna Film Commission, kann die Kritik nicht nachvollziehen. "Das Filmteam hat allein in zehn Tagen mehrere Millionen Euro da gelassen, der Werbewert für die Stadt Wien liegt bei ungefähr 100 Millionen Euro", so Stoisits, deren Film Commission das Team rund um Regisseur Christopher McQuarrie vom Dreh in Wien überzeugt hatte, zur APA. Dass Wien nicht nur als Drehort, sondern auf Wunsch von Hauptdarsteller Tom Cruise auch als Location für die Weltpremiere auserkoren wurde, werde international intensiv wahrgenommen und bringe Wien einmal mehr aufs Parkett für internationale Produzenten. "Die Zeit für Wien als Filmstadt ist reif. Das hoffe ich nicht nur, das weiß ich", freute sich Stoisits.

Staatsoper
© APA/Herbert Neubauer Nur die Wirtschaftskammer sieht negative Auswirkungen der Premiere

Auch Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) betont die Etablierung Österreichs als internationaler Filmstandort. "Das hat positive Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte und ermöglicht einen wertvollen Know-how-Transfer", so Mitterlehner am Dienstag in einer Aussendung. Darüber hinaus hätten Großproduktionen wie "Mission: Impossible" durch ihre globale Vermarktung einen hohen Wert für das Tourismusland Österreich, "da viele Reiseentscheidungen auch aufgrund von Filmmotiven getroffen werden". 750.000 Euro hatte das Ministerium im Rahmen des Fördermodells FISA (Filmstandort Austria) zur Verfügung gestellt, rund 3,4 Mio. Euro seien dann im Zuge der Dreharbeiten in Österreich ausgegeben worden. "Somit hat ein Euro an eingesetzten Fördermitteln zu rund 4,5 Euro an zusätzlichen Ausgaben in Österreich geführt."

Kommentare

Welcher Vollkoffer hat die angeblichen 100 Millionen Werbewert für
diesen idiotischen Event ausgerechnet ???
Kommt eigentlich Niemand auf die Idee darüber zu berichten, dass Tom Cruis einer der wichtigsten Repräsentanten der kriminellen Vereinigung SCIENTOLOGY ist.
Dafür sperrt die ROT-GRÜNE Stadtregierung 3 Tage lang Teile des Rings und verhüllt auf hässlichste Form die Staatsoper.

Mensch - lasst ihn doch! Ist halt eine Schuhnummer größer als der Trautmann-Prolo, Cop-Story-Schmorrn mitsamt den hirnlosen Vorstadtweibern bis hin zum Braunschlag-Würg!!

Gabi Renner
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Jetzt ists auch mal gut, ehrlich.
Man mag Gegner einer Sekte oder Religion sein, aber ständig dasselbe wird lästig.
Tom Cruise denkt außerdem über einen Ausstieg nach.

Hellwang melden

Er denkt über einen Ausstieg nach? *lol* Auch auf die PR-Finte reingefallen?

Über Missbrauch, Betrug, Manipulation und Ausbeutung hinzuweisen, darf in unserer Gesellschaft niemals lästig sein! Cruise schweigt darüber.

Gabi Renner
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Nein, auf gar nichts reingefallen, nur genervt.
Ehrlich, es ist mir völlig egal, welcher Religion oder Sekte jemand angehört, niemand wird da hineingezwungen.
Jeder tritt freiwillig bei.
Ich muß damit nicht einverstanden sein, aber die ständige scheinheilige Verurteilung von zB Tom Cruise ist einfach falsch.
Er scheint ein netter Mensch zu sein, egal woran er glaubt, oder nicht!

Hellwang melden

Ach so, Menschen treten also freiwillig etwas bei, das einem Schaden zufügt?!

Es geht nicht um den Glauben - Cruise kann gerne an Aliens glauben. Es sind die kriminellen Sachen von Scientology, gegen das sind Menschen und Cruise deckt das ganze.

Und es ist nicht scheinheilig, diese Sachen sind gut dokumentiert! Jeder der die Realität verweigert trägt eine Mitschuld.

JoseWa melden

Netter Mensch? Wie naiv! Natürlich ist er freundlich. Menschen mit einer Absicht können sehr charmant sein.

Viel zu oft hört man Leute sagen: "Keiner könnte mich überreden, einer solchen Grupe (z.B. Scientology) beizutreten!" Richtig, reden allein ist nicht sehr verführerisch, aber Charme und Schmeichelei sind es!

Gabi Renner
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Ich gebs auf.
Es ist mir egal, was Scientology ist, von sich gibt, etc.
Was bin ich froh, Atheist zu sein.
Ich seh mir gerne Filme mit einigen Schauspielern an, die Sekten oder Religionen angehören, mit denen ich nich einverstanden bin.
Na und?
Ich kenne die nicht persönlich, ich laß mich nur gern unterhalten.
Und das bitte ohne Belehrungen.

Wird "Going Clear" im Vorspann gezeigt? Die von vielen Seiten hochgelobte Dokumentation "Going Clear" zeichnet ein vernichtendes Bild von Tom Cruise und Scientology. Körperlicher und psychischer Missbrauch der Mitglieder sowie aggressive Einschüchterung und Bedrohung von ehemaligen Mitgliedern und Kritikern. Cruise verschließt seine Augen davor und partizipiert aktiv von diesem Missbrauch.

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