Missbrauchsvorwürfe von

"Habe gar
nichts mitbekommen"

Missbrauchsvorwürfe - "Habe gar
nichts mitbekommen" © Bild: APA/GEORG HOCHMUTH

Missbrauchsvorwürfe im ÖSV-Team? Die ÖSV-Damen Kirchgasser und Schild berichten nur Gutes über das Klima im Team.

Die beiden Skirennläuferinnen Michaela Kirchgasser und Bernadette Schild haben keine Missbrauchsfälle während ihrer Zeit mitbekommen und wissen auch von keinen in der Vergangenheit. "Ich persönlich habe in den ganzen Jahren nichts, also gar nichts mitgekommen. Wir haben ein super Klima in der Mannschaft", betonte die 27-jährige Schild am Rande des Weltcups in Killington (USA).

Auch der seit 2001 im Weltcup aktiven Kirchgasser sind keine sexuellen Übergriffe innerhalb des ÖSV-Teams bekannt. "Mir wäre nie was aufgefallen und bei mir selber ist nie was vorgefallen. Uns wird alles ermöglicht, damit wir uns wohlfühlen", bekräftigte die 32-Jährige.

Passend dazu: "Wir waren Freiwild" - Sexuelle Übergriffe im Skisport

Das Thema sei nach dem Aufkommen der Vorwürfe durch Nicola Werdenigg über massive Übergriffe in den 1970er-Jahren und einen mutmaßlichen Missbrauchsfall im Jahr 2005 intern natürlich ausführlich diskutiert worden, berichtete Kirchgasser. Dass die Verbandsführung auf die Vorwürfe reagiert habe sei wichtig, ebenso aber auch, dass nicht alle Betreuer unter Generalverdacht gestellt werden, bekräftigte die Salzburgerin.

»Das auf die jetzige Zeit umzumünzen ist falsch«

Wie Kirchgasser spricht sich auch Schild für eine breite Diskussion über das Thema aus. Ob die Vorwürfe über die angeblichen Zustände in der Vergangenheit zutreffen, könne sie aber nicht beurteilen, so Schild. Sie selbst habe jedenfalls keine negativen Erfahrungen gemacht. "Das auf die jetzige Zeit umzumünzen ist falsch, weil es nicht stimmt, für mich persönlich. Ich bin in der glücklichen Situation, dass ich noch nie eine solche Erfahrung gemacht habe."

Warnung vor Polarisierung

Schild warnte außerdem vor einer Polarisierung in der MeToo-Debatte. "Es gibt nicht um schwarz oder weiß, die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen."