Schönste der Schönen von

Gabriela Isler aus Venezuela ist die neue Miss Universe

Für Österreich war Vize-Miss Austria Doris Hofmann war bei Wahl dabei

Die neue Miss Universe © Bild: APA/EPA/Sergei Ilnitsky

Die 25-jährige Gabriela Isler aus Venezuela ist die neue Miss Universe: Die Miss Venezuela aus dem Vorjahr setzte sich am Samstagabend in Moskau gegen 85 Konkurrentinnen aus aller Welt durch und wurde von ihrer Vorgängerin Olivia Culpo aus den USA gekrönt. Gleich am Sonntag trat sie ihren neuen Job an und gab in einem juwelenbesetzten Badeanzug einem Pressekonferenz.

Insgesamt traten in Moskau 86 Frauen an. Sie posierten zunächst in Cocktailkleidern, bevor sie in Bikinis wechselten. Die nach Meinung der Jury attraktivsten 16 Bewerberinnen kamen eine Runde weiter, im Finale standen dann zehn Frauen. Österreichs Vize-Miss Doris Hofmann aus Steyr blieb in der ersten Runde auf der Strecke. Dass Miss Russland ebenso nicht über die erste Runde hinaus kam, wurde vom Publikum mit Pfiffen quittiert. In der Jury saß unter anderem Steven Tyler, Sänger der US-Rockband Aerosmith. Der Wettbewerb wurde von dem US-Immobilienmagnaten Donald Trump organisiert.

Wettbewerb fand erstmals in Russland statt

Es war das erste Mal in der 61-jährigen Geschichte des Wettbewerbs, dass er in Russland stattfand. Die seit langem von Frauenrechtlern kritisierte Veranstaltung rief in diesem Jahr auch die Verteidiger der Rechte von Homosexuellen auf den Plan. Der ursprünglich vorgesehene Co-Moderator Andy Cohen aus den USA, ein bekennender Schwuler, sagte seine Teilnahme ab, als Russland als Gastgeberland bekannt gegeben wurde. Moskau hatte zuvor ein umstrittenes Gesetz gegen sogenannte Homosexuellenpropaganda erlassen.

An Cohens Stelle trat der US-Fernsehmoderator Thomas Roberts. Roberts, ebenfalls bekennender Schwuler, äußerte sich auf dem roten Teppich klar zum Thema der sexuellen Orientierung, nicht aber auf der Bühne der Show, die vermutlich mehr als eine Milliarde Menschen im Fernsehen sahen. "Diskriminierende Gesetze sollen die Lesben, Schwulen, Bi- und Transsexuellen an den Rand drängen", sagte Roberts. "Ich stehe auf der Seite dieser Leute", ergänzte er.

Politischer Akzent durch Veranstalter Trump

Einen politischen Akzent erhielt die Miss-Universe-Wahl auch durch den Veranstalter Trump, der sich über den Onlinekurzbotschaftendienst Twitter zum Fall des früheren US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden äußerte, der von der US-Justiz gesucht wird und inzwischen in Russland politisches Asyl genießt. "Nachricht an Edward Snowden, Sie haben Hausverbot bei Miss Universe", twitterte Trump. "Sonst nehme ich Sie nach Hause mit, wo Sie sich vor der Justiz verantworten müssen", schrieb er weiter.

Die neue Miss Universe
© APA/EPA/Sergei Ilnitsky Die neue Miss Universe bekommt ihr Krönchen aufgesetzt.

Die Siegerin des Miss-Universe-Wettbewerbs heißt mit vollem Namen María Gabriela de Jesus Isler Morales und arbeitet für den Fernsehsender Venevision. Kurz nach der Mitteilung über ihren Sieg sagte Isler, sie stehe "unter Schock". Am Sonntag posierte sie vor Journalisten in einem mit Juwelen besetzten weißen Badeanzug im Wert von rund einer Million Dollar (744.546,20 Euro) mit einer Federboa um die Hüften. "Ich bin ein einfaches Mädchen und nur hier, um den Moment zu genießen", sagte sie.

Die Teilnehmerinnen des Miss-Universe-Wettbewerbs müssen zwischen 18 und 26 Jahren alt sein. Sie dürfen nicht schwanger und nicht verheiratet sein, keine Kinder haben und noch nie nackt posiert haben. Neben dem Miss-Universe-Wettbewerb gibt es noch den Miss-World-Wettbewerb mit britischem Ursprung.

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