Mirna Jukic verpasst EM-Medaille knapp: Schwimmt im Brustsprint auf vierten Rang

Russische Favoritin Walentina Artemjewa holt Gold Bisher vier OSV-Rekorde bei Bewerben in Rijeka

Mirna Jukic verpasst EM-Medaille knapp: Schwimmt im Brustsprint auf vierten Rang © Bild: APA/EPA/Bat

Das österreichische Schwimm-Team ist beim Auftakt der Schwimm-Kurzbahn-EM in Rijeka ohne Medaille geblieben. Nach dem EM-Verzicht von Markus Rogan hatte Podest-Aspirant Dinko Jukic über 200 m Lagen das Finale verpasst, seine Schwester Mirna schnitt als Brustsprint-Vierte nach Papierform ab. Stark die 400-m-Kraul-Finalränge sechs und acht von Dominik Koll und Florian Janistyn. Birgit Koschischek zog ins 100-m-Kraul-Finale ein.

Mirna Jukic hatte im März mit Rang drei bei der Langbahn-EM in Eindhoven ihre erste 50-m-Medaille geholt, diesmal fehlten ihr 11/100 auf die Wiederholung dieses Coups auf der Kurzbahn. In 30,56 Sekunden verpasste die 22-Jährige ihren österreichischen Rekord um 2/100, war mit dieser Zeit aber zufrieden. "Ich bin vom Vorlauf über das Semifinale zum Finale immer schneller geworden, das ist okay."

Auf die kürzeste der Brust-Distanzen gibt die 100-m-Olympia-Dritte nicht viel. "Das ist immer so ein Lotto für mich, man muss halt alles perfekt machen", erklärte die Studentin. Einzig die Wende erwischte Österreichs zweifache "Sportlerin des Jahres" nie ganz exakt, im Endlauf aber noch am besten. Für die Konkurrenz über 200 m Brust am Freitag fühlte sie sich bereit. 50-m-Gold holte die Russin Walentina Artemjewa vor der Deutschen Janne Schäfer.

Toller Rekord durch Koll
Koll hatte im Vorlauf in 3:39,82 Minuten als Fünftschnellster einen tollen österreichischen Rekord fixiert und sich damit gar auf Rang 13 des ewigen Weltrankings geschoben. Im Endlauf wurde er da noch durch den überraschend starken Dänen Mads Glaesner um einen Rang verdrängt, dessen Bronze der Linzer mit seinen finalen 3:40,21 letztlich um 44/100 verpasste. Gold holte der Deutsche Paul Biedermann, Silber der Italiener Massimiliano Rosolino.

Koll war bis zur 300-m-Marke stets in den Top Drei gelegen, den letzten Hunderter nahm er mit gut sechs Zehntel Bonus für den Medaillenkampf in Angriff. "Aber diese Hundert waren dann grottenschlecht", musste der 23-Jährige eingestehen, wiewohl er dennoch recht zufrieden war. "Ich sehe es positiv, auch wenn ich mich ein bisschen ärgere. Es fehlt nicht so viel." Für die von ihm favorisierte Langbahn-Saison sieht sich Koll ganz gut unterwegs.

Noch überraschender als der Finaleinzug Kolls war jener von Janistyn. In 3:41,50 hatte der Niederösterreicher im Vorlauf seine Bestzeit um 4,05 Sekunden gedrückt, bei Koll waren es 3,39 Sekunden gewesen. In 3:43,30 reichte es für den 20-Jährigen in seinem ersten großen Individual-Endlauf dann zwar nur für Rang acht, unzufrieden durfte aber auch er nicht sein. Janistyn: "Die Mittagspause war sehr kurz, ich habe den Vorlauf noch stark gespürt."

(apa/red)