Minister ebnen Weg für Nabucco-Pipeline: Willenserklärung für das Pipeline-Projekt

Bau der neuen Pipeline soll schon 2008 beginnen

Energieminister der Türkei, Bulgariens, Rumäniens, Ungarns und Österreichs haben in Wien das politische "Go" für die Gas-Pipeline "Nabucco" gegeben. Diese soll ab 2011 Gas aus dem Mittleren Osten nach Europa transportieren. Hintergründe des Projekts sind die zunehmende Importabhängigkeit und das Bemühen, neben dem Hauptlieferanten Russland auch andere Versorgungsquellen zu erschließen.

Die in der "Nabucco Gas Pipeline International" vereinigten fünf nationalen Energiegesellschaften fordern langfristige Zusagen für die Durchleitungstarife sowie darüber, dass eine bestimme Menge für die am Konsortium teilnehmenden Gesellschaften reserviert wird. Anders könne das Projekt nicht profitabel finanziert werden, sagen die teilnehmenden Gesellschaften.

Der Bau der Pipeline soll 2008 beginnen, ab 2011 wird dann das erste Gas aus Aserbaidschan bzw. dem Iran fließen. Die 3.400 km lange Leitung soll bis zu 5 Mrd. Euro kosten. Zunächst sollen zwischen 8 und 13 Mrd. Kubikmeter fließen, ab 2020 könnten es dann jährlich bis zu 31 Mrd. Kubikmeter Gas sein. Nur etwas mehr als die Hälfte des Gases wird bis zum OMV-Hub in Baumgarten gehen, die Rest kommt in Südosteuropa auf den Markt.

Wirtschaftsminister Bartenstein bezeichnete die Angebotserweiterung der Energieversorgung als "Schlüsselelement für eine erfolgreiche Energiepolitik". Der russisch-ukrainische Gasstreit im vergangenen Jänner und die daraus resultierenden zeitweiligen Lieferunterbrechungen hätten "das Bewusstsein dafür geschärft, dass wir hier Fortschritte machen und die Entwicklungen beschleunigen müssen". (apa)