Minister Bartenstein motzt über die SPÖ:
Benutzt ausländische Zeitung als Plattform

Reitet in "Handelsblatt" Attacken auf SPÖ und ÖAAB Sieht "Hackler"-Forderungen des ÖAAB als Dummheit

Minister Bartenstein motzt über die SPÖ:
Benutzt ausländische Zeitung als Plattform

Die zerstrittene rot-schwarze Koalition richtet sich jetzt auch schon Unfreundlichkeiten über ausländische Zeitungen aus. So meinte Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (V) im deutschen "Handelsblatt" die Regierung habe "Zeit gebraucht, Tritt zu fassen", u.a. weil die SPÖ "das Regierungswerk erst lernen musste" und "zum Teil immer noch dabei" sei. Nicht zimperlich ist Bartenstein auch mit dem eigenen Arbeitnehmerbund. Er bezeichnete die auch vom ÖAAB gewünschte unbefristete Verlängerung der Hacklerregelung als "Dummheit".

Auch in Sachen Bildung ritt Bartenstein Attacken gegen die SPÖ. Er beklagte, dass in Österreich "zu viel über Strukturen und Türschilder und zu wenig über Qualität" diskutiert werde und gab dem Koalitionspartner die Schuld daran: "Versuchen Sie das mal mit einem Regierungspartner, bei dem führende Mitglieder sich öffentlich hinstellen und das Hohelied auf die Gesamtschule singen, ihre eigenen Kinder aber lieber auf Eliteschulen geben", so der Wirtschaftsminister in Richtung Bundeskanzler Alfred Gusenbauer, dessen Tochter das Lycee besucht.

Den Wunsch nach einer Verlängerung der Hacklerregelung, mit der Frauen mit 55 und Männer mit 60 mit 40 bzw. 45 Beitragsjahren abschlagsfrei in Pension gehen können, wies Bartenstein scharf zurück: "Da halte ich mich an die christliche Soziallehre und frage, warum bitteschön Arbeit ab einem Alter von 60 Jahren nur noch Leid sein soll? Forderungen, hier wieder etwas zurückzudrehen, gehören genau zu den Dummheiten, die jetzt in Zeiten der guten Konjunktur kommen."
(apa/red)