Fakten von

Mindestens elf Tote bei Selbstmordanschlag auf Soldaten im Jemen

Angriff auf Armeerekruten in Hafenstadt Aden

Bei einem Selbstmordanschlag auf Soldaten im Süden des Jemen sind mindestens elf Menschen getötet worden. Mehrere weitere Menschen seien verletzt worden, als sich der Attentäter am Montag mit seinem Auto vor einem Rekrutierungszentrum der Armee in der Hafenstadt Aden in die Luft sprengte, sagte ein Vertreter der Sicherheitskräfte der Nachrichtenagentur AFP.

Aden ist von der Regierung von Präsident Abd-Rabbu Mansour Hadi zur provisorischen Hauptstadt des Jemen erklärt worden, weil die eigentliche Hauptstadt Sanaa in der Hand der Houthi-Rebellen ist. In der Hafenstadt gibt es immer wieder Anschläge des Al-Kaida-Netzwerks oder der rivalisierenden Jihadistengruppe "Islamischer Staat" (IS).

Im Jemen kämpfen Regierungstruppen seit Anfang 2015 gegen die schiitischen Houthi-Rebellen und ihre Verbündeten in der Armee, die neben der Hauptstadt auch einen großen Teil des Nordens kontrollieren. Ein sunnitisches Militärbündnis unter Führung Saudi-Arabiens unterstützt die Regierungstruppen mit Luftangriffen. In dem Konflikt wurden bereits mehr als 6.600 Menschen getötet. Die Jihadistengruppen machten sich den Konflikt zunutze, um ihre Macht im Jemen auszuweiten.

Kommentare