Mindestens 38 Tote bei Anschlag im Iran: Terrorakt gegen schiitische Ashura-Feiern

Über 50 verletzte Personen bei Selbstmordanschlag Mehrheit der Bevölkerung ist schiitischer Konfession

Mindestens 38 Tote bei Anschlag im Iran: Terrorakt gegen schiitische Ashura-Feiern © Bild: Reuters

Im Südosten des Iran sind bei einem Selbstmordanschlag auf eine schiitische Moschee nach jüngsten Berichten mindestens 38 Menschen getötet und etwa 50 weitere verletzt worden. Zwei Attentäter hätten sich vor einer Moschee in der Hafenstadt Chabahr nahe der pakistanischen Grenze in die Luft gesprengt, meldete die amtliche Nachrichtenagentur IRNA unter Berufung auf einen Abgeordneten.

Der Anschlag habe offenbar einer Gruppe von Gläubigen gegolten, die sich am Morgen zum Ashura-Fest vor der Moschee versammelte. Mit dem Fest wird des Todes des Mohammed-Enkels Hussein gedacht, einem der am höchsten verehrten Heiligen des schiitischen Islams.

Einer der Attentäter habe einen Sprengsatz vor der Imam-Hussein-Moschee gezündet, ein anderer habe sich inmitten einer Gruppe von Gläubigen in die Luft gesprengt, berichtete das iranische Fernsehen. Ein ranghoher Funktionär des Roten Halbmondes, Mahmud Mosaffar sagte, der Rote Halbmond sei wegen in den letzten Tagen eingegangener Drohungen in Alarmbereitschaft gewesen.

In der Region ist eine militante sunnitische Gruppe, Jundallah (Soldaten Gottes) aktiv. Diese hat in der Vergangenheit sporadisch Anschläge verübt. Die Gruppe wirft der schiitischen Mehrheit im Iran vor, die sunnitische Minderheit zu diskriminieren.

(apa/red)