Fakten von

Mindestens 30 Tote nach Selbstmord-Anschlag in Kabuler Moschee

Behörden: Genaue Zahl der Opfer in der Imam-Saman-Moschee im Westen Kabuls noch unbekannt

In einer Moschee in der afghanischen Hauptstadt Kabul hat sich am Freitag ein Selbstmord-Attentäter in die Luft gesprengt. Mindestens 30 Menschen seien bei dem Anschlag an dem muslimischen Gebetstag ums Leben gekommen, teilten die Behörden mit. Sicherheitskräfte vor Ort hätten die Leichen aus der Moschee der schiitischen Glaubensrichtung geborgen, verlautete aus Sicherheitskreisen.

Die tatsächliche Zahl der Opfer in der Imam-Saman-Moschee im Westen Kabuls sei aber noch unbekannt. Zum Zeitpunkt des Attentates hätten sich die Gläubigen gerade zum Gebet versammelt. Wiederholt haben Attentäter in diesem Jahr Anschläge auf die schiitische Minderheit im Land verübt. Nach UN-Angaben wurden bei Angriffen auf ihre Moscheen und religiösen Zeremonien bisher über 80 Menschen getötet und fast 200 verletzt. In Afghanistan bekennen sich etwa 80 Prozent zur sunnitischen Glaubensrichtung des Islam.

Kommentare