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Afghanistan: Mindestens 15 Tote bei Anschlag

Rund 50 Personen verletzt

Bei einem Autobombenanschlag auf eine Bank in der hart umkämpften südafghanischen Provinz Helmand sind mindestens 15 Menschen getötet und um die 50 verletzt worden. Das berichteten die Sender 1TV und Tolo TV am Donnerstag unter Berufung auf Provinzbeamte und Augenzeugen.

Helmands Polizeichef Nur Aga Kintos und der Sprecher des Provinzgouverneurs, Omar Swak, bestätigten Todesopfer, wollten offiziell aber noch keine genauen Zahlen nennen.

Nach Angaben des Provinzratsmitglieds Mohammed Karim Attal waren nach der Detonation Schüsse zu hören gewesen. Ob Angreifer in die Bank eindringen konnten, blieb zunächst unklar. Das Provinzratsmitglied Rasia Balutsh sagte, die Filiale der Kabul Bank sei so kurz vor den wichtigen Eid-Feiertagen voller Soldaten gewesen, die Gehälter und ihren Eid-Bonus abholten.

Die Bombe war am frühen Mittag vor einer Filiale der Kabul Bank in der Provinzhauptstadt Lashkargar explodiert. Hinweise auf die Täter gab es zunächst nicht. Helmand ist eine Hochburg der radikalislamischen Taliban. Sie kontrollieren um die 80 Prozent der Provinz und haben Stellungen nur wenige hundert Meter vor der Stadt.

Die Taliban greifen öfter Banken an, um Polizisten, Soldaten und andere Regierungsmitarbeiter zu töten, wenn sie ihre Gehälter abholen. Zuletzt waren Ende Mai bei einem Überfall auf eine Bank in der Provinzhauptstadt von Paktia, Gardes, mindestens sieben Menschen getötet worden.

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