Milito schießt Inter in den siebten Himmel: Mailänder gewinnen die Champions League

2:0-Sieg im Finale von Madrid gegen Bayern München Erster Erfolg für Italiens Traditionsklub seit 45 Jahren<br>Jose Mourinho holt mit seiner Mannschaft das Triple

Milito schießt Inter in den siebten Himmel: Mailänder gewinnen die Champions League

Inter Mailand ist am Ziel seiner Träume. Der italienische Traditionsclub hat erstmals in seiner Vereinsgeschichte das Triple geholt. Die Mailänder entschieden nach nationaler Meisterschaft und Cup auch die Champions League für sich. Inter setzte sich im Finale in Madrid vor gegen Bayern München 2:0 durch. Matchwinner war der Argentinier Diego Milito, der beide Tore erzielte (35., 70.). Die "Nerazzurri" gewannen ihren ersten Meistercup seit 1965, den dritten insgesamt.

Inter hatte das von taktischer Disziplin geprägte Spiel über weite Strecken im Griff gehabt. Milito schlug erstmals nach einem Ausschuss von Keeper Julio Cesar zu, den er selbst per Kopf zu Wesley Sneijder weitergeleitet hatte. Vom Regisseur kam der Ball zum Goalgetter zurück, der geschickt verzögerte und Bayern-Keeper Hans-Jörg Butt keine Chance ließ. Nach Seitenwechsel vollendete Milito einen mustergültigen Konter, bei dem er Daniel van Buyten ausgetanzt hatte. Für den 30-Jährigen waren es die Tore Nummer fünf und sechs in dieser Champions-League-Saison - sicherlich seine wichtigsten.

Die jungen Österreicher Marko Arnautovic (Inter) und David Alaba (Bayern) waren wie erwartet nicht im Kader gestanden, beide erlebten die Partie im Bernabeu-Stadion von der Tribüne aus. Bayern-Coach Luis van Gaal hatte links im Mittelfeld anstelle des gesperrten Franck Ribery auf Hamit Altintop gesetzt, sein einstiger Assistent Jose Mourinho in seinem 4-2-3-1-System am linken Flügel dem Mazedonier Goran Pandev den Vorzug gegenüber Mario Balotelli gegeben.

Kapitän Javier Zanetti rückte ins defensive Mittelfeld vor, ehe er nach seinem 700. Pflichtspiel für Inter die Trophäe stemmen durfte. Auf seiner Position links in der Viererkette verteidigte der Rumäne Cristian Chivu gegen Bayern-Star Arjen Robben. Von Beginn an entwickelte sich das erwartete Rasenschach. Inter verteidigte konsequent, die Bayern fanden wie schon Titelverteidiger FC Barcelona im Halbfinale kaum taugliche Mittel gegen die Defensivkünstler.

Milito Held des Abends
Die Mourinho-Elf hatte anfangs mehr Spielanteile, die erste Chance fanden aber die Bayern vor. Robben hatte sich rechts durchgetankt, seinen scharfen Querpass vermochte Ivica Olic nicht zu verwerten (10.). Inter antwortete mit mehr (18.) oder weniger (26.) gefährlichen Freistößen von Sneijder aus über 30 Metern. Nach der Führung verlegte sich Inter auf Konter - mit Erfolg. Die Riesenchance auf das 2:0 hatte bereits Sneijder vergeben. Der Niederländer scheiterte nach Doppelpass mit Milito aber zentral vor Butt (43.).

Wenige Sekunden nach Seitenwechsel hatte der bemühte Bayern-Youngster Thomas Müller den Ausgleich am Fuß. Dem 20-Jährigen versagten aber vor Julio Cesar die Nerven. Auf der Gegenseite musste sich Butt bei einem sehenswerten Schlenzer von Pandev auszeichnen (47.). Einer der seltenen Fehler in der Inter-Abwehr eröffnete Altintop eine Chance, der Türke schoss jedoch am kurzen Eck vorbei (53.). Bei einem gefühlvoll angetragenen Robben-Schuss aufs lange Kreuzeck musste sich Julio Cesar - stets sicherer Rückhalt - strecken (65.). Die Bayern gaben sich auch nach dem zweiten Milito-Treffer nicht auf. Allein, es fehlten die zündenden Ideen.

Inter ist damit erst die sechste europäische Clubmannschaft, die das "große" Triple mit Meisterschaft, Cup und Meistercup bzw. Champions League gewonnen hat. Zuvor war das lediglich Celtic Glasgow 1967, Ajax Amsterdam 1972, PSV Eindhoven 1988, Manchester United 1999 und Barcelona im Vorjahr gelungen. Arnautovic ist der erste Österreicher seit Wolfgang Feiersinger, der sich Sieger der Champions League nennen darf. Der 21-Jährige ist in der Königsklasse allerdings nicht zum Einsatz gekommen. Auch Feiersinger hatte den Finaltriumph von Borussia Dortmund 1997 von der Tribüne aus verfolgt.

(apa/red)

Kommentare

gratulation an inter!!! inter hat es sich verdient,die bayern nicht den die haben egal um was gespielt wird immer so viel glück,und die aroganz der bayern ist kaum zu überbieten,alleine schon wenn ich den beckenbauer höre geht mir das geimpfte auf dieser trottl ist so in sich selbst verliebt das er nur sich selber reden hören will,,in einen bericht erklärt er das ribery an allen ecken und enden gefehlt hat und das sie mit ihm das spiel nie verloren hätten,typisch deutschland,sie können nie und nimmer zugeben das andere besser gespielt haben.arogantes pack!!!!auf wiedersehn bayern,mir macht es freude das ihr verloren habt gggggg!!!!

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Championsleage-Sieger O.K, Inter ist der große Fussballchampion in Europa, aber warum freuen sich da die Italiener?
Es hat doch in den 90 Minuten kein einziger Italiener bei der Siegermannschaft mitgespielt. Auch der Trainer ist kein Italiener; also wofür das ganze Theater?
Bei Bayern haben wenigstens deutsche Fussballspieler mitgewirkt; daher hätten sie sich den Pokal verdient.
Wenn irgendein Öl-Milliardär Spieler und Trainer aus der ganzen Welt zusammenkauft, und ihnen ein schwarz-blaues Leiberl anzieht, dann ist das doch keine italienische Mannschaft!
In England werden ja auch schon Matchs a la"Multi-Kulti " gegen "Best of Africa" gespielt, wo nur mehr Engländer als Zuseher aber nicht als Sportler geduldet werden.
Wer will schon diese Entwicklung?
2brichi

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Re: Championsleage-Sieger gott sei dank haben die bayern das bekommen was sie verdienen,eine auf die Schnauze ;die großgoscherten.jetzt hatten sie nicht sooo viel glück. ein Pravo an Inter Mailand.

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