Militär in Sri Lanka setzt Aktionen fort:
Zahlreiche Tote bei neuerlichen Gefechten

Regierungstruppen zeigen sich siegessicher

Militär in Sri Lanka setzt Aktionen fort:
Zahlreiche Tote bei neuerlichen Gefechten © Bild: Reuters/Stringer

Nach der Einnahme der Rebellenhochburg Kilinochchi haben sich die Regierungstruppen von Sri Lanka siegesgewiss gezeigt und ihre Offensive gegen die Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) am Wochenende fortgesetzt. Sie seien tiefer in das Rebellengebiet vorgedrungen, stießen aber auf Widerstand, sagte Generalmajor Jagath Dias. Eine den LTTE nahe stehende Website berichtete, bei neuen Gefechten seien 43 Soldaten getötet und 80 weitere verletzt worden.

Ein Militärsprecher bestätigte, dass es zu Kämpfen gekommen sei, große Verluste seien jedoch nicht zu beklagen. Die Truppen hatten ihre Offensive mit Luftangriffen fortgesetzt. Kampfjets und Hubschrauber hätten Stellungen der Rebellen im Norden und Nordosten der Insel Ceylon bombardiert, erklärten die Streitkräfte.

Territorium der LTTE schrumpft
Sprecher Dias sagte, das Territorium der LTTE schrumpfe mit jedem Tag. "Das Ziel, diesen Krieg zu beenden, liegt nicht mehr in weiter Ferne." Der Kommandant zeigte das isolierte und inzwischen verlassene Gebiet um Kilinochchi einigen Journalisten. Die Streitkräfte erklärten am Sonntag, die Soldaten setzten ihre Kämpfe nördlich und östlich der Stadt fort.

Dias sagte, die LTTE habe heftig um Kilinochchi gekämpft. Die Soldaten hätten eineinhalb Monate gebraucht, um den Verteidigungswall um die Stadt zu überwinden. Die Truppen hatten am Freitag die Eroberung von Kilinochchi gemeldet. Die den LTTE nahe stehende Website TamilNet berichtete allerdings, die Rebellen hätten ihr Hauptquartier schon vor einiger Zeit weiter nach Nordosten verlegt.

Die LTTE kämpfen seit 1983 für einen eigenen Staat im Norden der Insel Ceylon. Den Gefechten und Anschlägen fielen bisher mehr als 70.000 Menschen zum Opfer.
(apa/red)