Milinkewitsch erfreut: Schüssel sagt weiß- russischem Oppositionsführer Hilfe zu!

"Europa versteht es, für Demokratie zu kämpfen"

Bundeskanzler und EU-Ratsvorsitzender Wolfgang Schüssel hat dem weißrussischen Oppositionsführer Alexander Milinkewitsch Unterstützung zugesagt. Schüssel sei dafür eingetreten, dass sich die EU den Weißrussland-Aktivitäten der Visegrad-Gruppe anschließe, sagte Milinkewitsch gegenüber der APA.

Die vier Visegrad-Staaten - Polen, Tschechien, Ungarn und die Slowakei - unterhalten einen Fonds. Geld daraus wird für weißrussische oppositionelle Studenten aufgewendet, die ihr Studium in ihrem Heimatland nicht weiterführen dürfen. "Europa versteht es, für Menschenrechte und Demokratie zu kämpfen", zeigte sich Milinkewitsch zufrieden.

Die Sprecherin des Kanzlers, Verena Nowotny, bestätigte gegenüber der APA, dass Schüssel Unterstützung zugesagt habe. Der Kanzler werde sich sowohl auf europäischer Ebene als auch im Rahmen der Europäischen Volkspartei (EVP) dafür einsetzen, dass die demokratischen Kräfte in Weißrussland unterstützt werden.

Schüssel und er hätten über konkrete Hilfen und konkrete Probleme in Weißrussland gesprochen, ergänzte Milinkewitsch bei einer Veranstaltung der Politischen Akademie der ÖVP ("ModernPolitics"). Behandelt wurde etwa die Situation der Medien oder das Problem der Inhaftierung von Oppositionellen.

"Der Kanzler hat mir sehr gut gefallen", streute Milinkewitsch dem EU-Ratsvorstitzenden Rosen. Schüssel sei "sehr offen" und "sehr konkret" gewesen. Der frühere weißrussische Präsidentschaftskandidat zeigte sich auch sehr erfreut darüber, dass er von Schüssel empfangen worden ist. Er sei schließlich kein Präsident und auch kein Regierungschef. (apa)