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Milchpreise auf Talfahrt

Hofer und Aldi drücken Preise - Bauern besorgt über aktuelle Entwicklungen

Bauer gießt Milch in einen Kübel © Bild: Thinkstock

Die deutschen Diskonter Aldi Nord und Aldi Süd sowie der Österreich-Ableger Hofer haben am Montag nach eigenen Angaben die Preise für Milchprodukte verbilligt. Hofer senkte die Preise für Haltbarmilch um bis zu zehn Cent. In Deutschland wird Frischmilch um zehn Cent je Liter reduziert. Auch bei einer Reihe von Molkereiprodukten schicken die drei Schwesterunternehmen die Preise auf Talfahrt.

Aldi gilt im deutschen Lebensmittelhandel als Schrittmacher. An den Preisen der Diskonter orientieren sich erfahrungsgemäß Supermarktketten in ihrer untersten Preislage mit Eigenmarken. Bei Milcherzeugern wird die Entwicklung mit Sorge betrachtet. "Wir steuern wieder auf eine Krise zu", sagte ein Sprecher des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter der dpa. Ein weltweit hohe Milchproduktion, eine schwächere Nachfrage aus China und die Sanktionen Russlands drückten auf die Preise.

Anzeige wegen "Dumpingpreisen"

Vergangene Woche hatte in Österreich der ÖVP-Bauernbund nach der Rewe-Tochter Penny erneut eine Supermarktkette bei der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) wegen "Dumpingpreisen" angezeigt. Dieses Mal traf der Zorn der Bauern Zielpunkt. Der Lebensmittelhändler verkaufte Haltbarmilch von Schärdinger um 54 Cent den Liter. Die BWB prüft die Anzeige hinsichtlich einer Marktverzerrung. Die Bauern fürchten wegen der "Schleuderaktion" einen "Dominoeffekt". Zielpunkt bezeichnet die Anzeige als "überzogen", auch weil Haltbarmilch nicht mit frischer Milch vergleichbar sei.

Kommentare

Für Arbeitnehmer wäre so etwas tragisch. Die Bauern rufen nur "Förderungen, Förderungen" und schon zahlt ihnen der Steuerzahler den Rest.
Bis zu 130.000 Förderungen im Jahr bekommen Bauern im Flachland. Das sind über 10.000 im Monat! Von solcher Großzügigkeit können Arbeitslose nur träumen.

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