Fakten von

Mikl-Leitner wechselt
nach Niederösterreich

Dort soll sie als Nachfolgerin von Erwin Pröll aufbebaut werden

© Video: APA

Johanna Mikl-Leitner verlässt das Innenministerium und kehrt nach Niederösterreich zurück. Sie wird Landeshauptmann-Stellvertreterin des ÖVP-geführten Bundeslandes und soll als Nachfolgerin von Landeshauptmann Erwin Pröll aufgebaut werden. Nachfolger im Innenressort wird Finanzlandesrat Wolfgang Sobotka, dem ebenfalls Ambitionen für den Job nachgesagt wurden.

Die Rochade soll Sonntagabend im Parteivorstand der ÖVP fixiert werden, sickerte via "Tiroler Tageszeitung" aber bereits am Samstag durch. Der APA wurde sie in Parteikreisen bestätigt, eine offizielle Stellungnahme blieb aber aus. Unklar blieb auch, wann Pröll sein Amt zurücklegen wird. Als mögliches Übergabedatum wurde der 70. Geburtstag im Dezember des heurigen Jahres genannt.

Mikl-Leitner Prölls Wunschkandidatin

Die zuletzt in der Flüchtlingspolitik sehr exponierte Innenministerin ("Festung Europa") gilt schon seit langem als Prölls Wunschkandidatin. Als noch davon ausgegangen wurde, dass der Landeshauptmann zur Hofburg-Wahl antreten würde, wurde Mikl-Leitner bereits fix als seine Nachfolgerin gehandelt. Die 52-Jährige gehörte bereits von 2003 bis 2011 der niederösterreichischen Landesregierung an. Davor war sie unter Pröll als Landesgeschäftsführerin in der niederösterreichischen ÖVP tätig.

Auch von ihr selbst war vorerst keine Bestätigung für den Wechsel in das Bundesland mit der größten ÖVP-Hausmacht zu erhalten. "Dass ihr Herz die Innenministerin nach Niederösterreich zieht, ist kein Geheimnis", hieß es allerdings aus ihrem Büro. Eine Stellungnahme Prölls werde es erst nach der Entscheidung der Gremien geben, ließ sein Sprecher wissen.

FPÖ: "Ablöse war überfällig"

Die Reaktionen der Opposition waren von Kritik gekennzeichnet. "Die Ablöse der völlig überforderten Innenministerin war überfällig", meinte etwa FPÖ-Sicherheitssprecher Gernot Darmann in einer Aussendung. "Wer sich so für die Willkommensklatscher eingesetzt hat, darf sich nicht wundern, dass sich jetzt die Verabschiedungsklatscher freuen."

Die Grünen schossen sich auf den vermutlichen neuen Innenminister ein. "Sobotkas unsauberer Umgang in der niederösterreichischen Hypo-Causa ist sicher kein gutes Vorzeichen dafür, dass er nun die Leitung eines der sensibelsten Ressorts übernimmt", hieß es in einer Stellungnahme von Bundessprecherin Eva Glawischnig.

Für die NEOS reagierte Bundesgeschäftsführer Feri Thierry verwundert und ablehnend, denn das "ÖVP-Postenkarussell" offenbare Parteikalkül und Erbpacht-Denken. "Gerade in der fordernden, aktuellen Situation betreffend Asyl- und Migrationsfragen ist der rein innerparteilich motivierte Wechsel in einem der zentralsten Ministerien besonders verantwortungslos." Ähnlich sah man das beim Team Stronach. "Gerade in der für das Land schwierigen Sicherheitslage einfach den Innenminister auszutauschen, weil der ÖVP das Personal ausgeht, ist ein Wahnsinn", so Klubchef Robert Lugar.

Kommentare

carlos1958 melden

Falls es irgendeinem ÖVP Wähler bisher unklar war muss diese Rochade die Augen öffnen. Ein überheblicher, unterbelichteter Politiker und Puppenspieler aus NÖ ist durchgedreht. Im Dezember also in 9!!! Monaten wird er 70 und möchte jetzt augenblicklich die ML nach NÖ abkommandieren.
Den Puppenspieler interessiert niemand und nichts nur seine eigene Befindlichkeit!

giuseppeverdi melden

Ich gebe Ihnen zu hundert Prozent recht. Aber anscheinend lassen sich die Puppen recht gerne vom Puppenspieler verschieben!

christian95 melden

Geht´s noch?
Als Landeshauptmann ist er offensichtlich nicht geeignet. Aber für einen nicht unwichtigen Innenminister reicht es immer noch?
So etwas hat sich unser Staat nicht verdient! (Um etwas zu ändern muss man so wählen damit sich etwas ändert; es gibt sonst keine andere Alternative.)

christian95 melden

Wieder einmal zeigt Erwin Pröll der Bundes-ÖVP wer wirklich in der ÖVP das Sagen hat! Es ist hinlänglich bekannt, dass Pröll und Khol keine "innigen" Freunde sind. Bekanntlich waren es wieder die westlichen Bundesländer die keinen Pröll als Bundespräsidenten wollten. Nun ist zwei Wochen vor der Wahl Erwin Pröll in den Medien, über Khol wird geschwiegen.

christian95 melden

Nachdem Erwin Pröll einen Rücktritt ablehnt hätte dieser Tausch auch nach der Bundespräsidentschaftswahl erfolgen können. Mitterlehner & Co durften dazu nur mehr JA oder JA sagen.

parteilos melden

Higgs70 na glauben sie, dass ihr Gutmenschengeschwätz besser ist? Die ganze Situation ist auf ihresgleichen doch erst zu verantworten. Es ist ein Hohn das sie unsere Ministerin so hinstellen das sie nix kann. Was haben sie den schon so gross erreicht?

higgs70
higgs70 melden

Das Pampige würde ich lassen, wenns nicht meine Schlechtmenschseite kennenlernen wollen. Und zu unterstellen, was gar nicht dastand macht auch Sie nicht gerade zur Lichtgestalt. Denn nirgendwo hab ich geschrieben, dass sie nix kann, sondern dass ihr das Rückgrat fehlte...aber da ist sie bei Gott nicht die Einzige in unserer derzeitigen Politmolluskenfauna.
Und wenn Ihnen in Zukunft an meinen postings was nicht passt, dann antwortens sachlich und gebens nicht den tanzenden Derwisch, ist nicht Ihr Kulturkreis.

parteilos melden

"aufgeblasenen niederösterreichischen Witzbold" wissens, sie wollen von Ehre reden, haben hier im Forum aber ein Niveau das nicht gerade glänzt. Sie sind überheblich und maßen sich Ansagen alles zu wissen und für jeden den richtigen Löffel zu haben. Nehmens sich doch selber bei den Ohren,mein Kulturkreis ist wahrscheinlich größer als sie denken.

parteilos melden

Protzen selber mit der Stpo und dem Stgb rum und subsumieren abstruse Floskeln....und selber einen lutum besser.....

higgs70
higgs70 melden

Ach hörns doch auf, dass ich alles weiß, habe ich nie behauptet, das haben Sie und andere mir angedichtet, aber ich sehe was ich sehe und nein, da habens recht, die Eckpfeiler kleinbürgerlichen Wohlverhaltens beachte ich dabei nicht,ich krieche nicht, ich nenne Dinge beim Namen und wenns unbeliebt macht, naja, was solls. Aber noch nie habe ich einen Mitposter Vollidioten genannt oder gesagt, dass er sich aufhängen soll, so wie ich es schon hatte, persönlich werde ich selten. Und so hamma halt doch was, was uns unterscheidet.

christian95 melden

Die "Rache" der Erwin Pröll:
1.) Weil die westlichen Bundesländer IHN weiterhin als Bundespräsidenten ablehnen
2.) Weil ER und nicht Mitterlehner der ÖVP Obmann ist.
Daher: Hat er zwei Wochen vor der Wahl diesen Tausch gestartete. Nun berichten tagelang die Medien über ihn und nicht über Khol.

Testor melden

Punkt 1 ist doch längst überholt, da Khol als 2. Wahl ins Rennen geschickt wurde.
Punkt 2 stimmt.

christian95 melden

Auch diesmal wollte Pröll als Kandidat vorgeschlagen werden. Nachdem er intern weiterhin aus dem Westen keine Zustimmung fand "verzichtete" er freiwillig. Nach den Umfragen für Khol muss er sich biegen vor lachen....

Testor melden

Was heißt "Auch diesmal"? Pröll hat abgelehnt und deswegen kam Khol als Ersatz. Wurde denn Pröll früher schon einmal als BP-Kandidat vorgeschlagen.?

Man stellt sich nur die Frage, warum Herr und Frau Österreicher regelmäßig genau jene Parteien und deren Politiker wählen, die dann nach den Wahlen alles für sich und nichts für das Land machen. Jedes Land bekommt aber offensichtlich jene Politiker die es verdient. Was Österreich verbrochen hat wissen wir noch nicht.

higgs70

Träne werde ich einer, die vor populistischem blauem Geschwätz formitabel einknickte anstatt dagegenzuhalten, keine nachweinen, aber einen Sittenbild dieser Partei ergibts trotzdem und ich warte schon seit Jahren auf den schwarzen
Bundesobmann der den aufgeblasenen niederösterreichischen Witzbold endlich auf den Boden holt und ihm zeigt wo sein Bundesland endet und ab wo er die Klappe zu halten hat.
Mitterlehner ist offenbar keiner, der sichs traut, obwohl er mittlerweile schon lange genug ÖVP Funktionär ist, um zu wissen, dass seine Tage jetzt gezählt sind, erstens hat Kurz weitaus bessere Umfragewerte und zweitens strudelt Khol ab und immer, wenn Schwarze ins Schleudern kommen, rollt mit der Präzession eines Uhrwerks ein Kopferl. Allein schon mit diesem Wissen im Hinterkopf hätte Mitterlehner es locker wagen können dem Choleriker in St. Pölten zuzurufen. Kusch, die bleibt!

Testor melden

Ob sich der LH von NÖ die Mickl als Nachfolgerin wünscht, sollte doch nicht maßgebend sein, wesentlich ist vielmehr, ob die Niederösterreicher diese Dame als zukünftige LH-Frau wollen.
Unsere amputierte Demokratie lässt die Menschen Parteien wählen, anschließend bleibt der Wähler bis zur nächsten Wahl entmündigt und muss Leute in Führungspositionen zur Kenntnis nehmen, die er bei

Testor melden

einer Direktwahl niemals ausgesucht hätte.

christian95 melden

- Und unsere Politiker machen sich über Putin oder Volksdemokratie lustig. Wir sind eben nur indirekt eine "Volksdemokratie" oder handeln wie Putin. Putin bestellt direkt seine Günstlinge, bei uns entscheidet "die Partei" und danach dürfen vorher ausgewählte "Partei-Ja-Sager" darüber abstimmen. Das Ergebnis ist überall das Selbe.

giuseppeverdi melden

Man sagt hinter vorgehaltener Hand, dass Pröll jemand braucht, der nach seinem Abgang ihm die politische Mauer macht, weil dort angeblich mehr Eiterbeulen und finanzielle Harakiri Aktionen verdeckt werden müssen, als sie in Kärnten jemals gesehen wurden (es gilt für alles Gesagte die Unschuldsvermutung). Mikl-Leitner soll diese Mauer sein. Also wird sie jetzt installiert um später sicher.....

giuseppeverdi melden

...gewählt zu werden und Pröll vor eventuellen "frechen und kritischen" Nachfragen zu schützen. Nur, ob Mikl-Leitner diese politische Kraft hat wie sie Pröll für sich aufgebaut hat, das wird man erst sehen. Solche "Landesfürsten" wie es Pröll oder Wagner und Haider in Kärnten waren, sind nämlich nicht mehr zeitgemäß!

christian95 melden

Das stimmt auch zu 100%.
Vor seinem Abgang hat er die Bundes-ÖVP noch gezeigt wer in der ÖVP das Sagen hat. Mitterlehner und Faymann durften danach nur mehr JA sagen. Khol und Pröll sind keine innigen Freunde. Daher ist es kein Zufall, dass dies so knapp vor Khol´s so wichtigen Wahl passiert. Locker hätte dieser Tausch auch 3 Wochen später erfolgen können.

christian95 melden

Ersatzlos einsparen sollte man seit dem EU Beitritt diese Bundesländer! SPÖ+ÖVP verwalten weiterhin diesen Staat wie vor 100 Jahren. (Unsere Verfassung stammt aus 1920 . Damals gab es weder Handys, Internet, EU oder Autos).
In Deutschland haben viele Bundesländer über 10 Mio Einwohner und nur EINE "Regierung". Bei uns ist man ab 400.000 schon ein eigenes Bundesland....

christian95 melden

Dann gibt es auch noch aus der Monarchie stammende BH´s. (Der Kaiser hat angeordnet: "...Jeder Bürger muss an einem Tag mit dem Ochsenkarren die Verwaltung erreichen können). Niemand fährt heute mehr mit einem Ochsenkarren, aber die BH´s gibt es immer noch.

christian95 melden

Obwohl schon 80% der Vorschriften aus der EU kommen, produzieren in diesem kleinen Land weiterhin 10 verschiedene Parlamente jedes Jahr ZUSÄTZLICH zig 1.000e Seiten an Gesetze die niemand mehr braucht. Das muss alles der Steuerzahler finanzieren! Um die zu vollziehen und überwachen müssen immer mehr Parteigünstlinge in der Verwaltung beschäftigt werden.

Testor melden

Die FPÖ ist auch kein Vorbild für Einsparungen. Den Posten eines Landesschulratsvizepräsidenten in Wien, der ohnehin unnötig aber gut bezahlt ist, hätte sie ohne Zaudern mit einem etwas über 20 jährigen Studenten besetzt, statt zu fordern, dass der Posten aufgelöst wird. Polit- Futtertröge haben eben eine magische Anziehungskraft auf alle, die die harte Arbeit in der freien Wirtschaft scheuen.

christian95 melden

Dem stimme ich zu 100% zu!
Im Volksmund sagt man: "Alle in einen Sack stecken, zubinden und drauf schlagen". - Dabei kann man niemals jemanden Falschen erwischen. Freiwillig verlassen solche Typen ihre Pfründe nicht.

Nicht leisten und statt die Flüchtlingssauerei zu lösen, sich davonschleichen!!!! Charakterloses,falsches,verlogenes Politikerpack!!

Oberon
Oberon melden

Im Volksmund heißt es, "es kommt selten was Besseres nach". Hoffen wir, das dem nicht so ist.

christian95 melden

Da braucht nichts mehr "nach kommen". Wenn sie nicht mehr will, dann soll sie halt abtreten. Niemand braucht sie in NÖ.

Oberon
Oberon melden

Nicht einmal, wenn ich könnte, würde ich sie aufhalten. Von mir aus können gleich alle abtreten! Es wird sie keiner vermissen. :-)

christian95 melden

Wo würden solche Typen jemals einen so hochbezahlten Job bekommen?
Daher verlassen sie niemals freiwillig ihre satten Pfründe.

Oberon
Oberon melden


Hochbezahlter Job? Für's Nichtskönnen nur mit Vitamin B.

Aber - ein Politiker, der was drauf hat und auch noch charakterstark ist, würde misstrauisch beäugt werden und hätte kein schönes Leben. Darum - "gleich und gleich gesellt sich gern".

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