Mietwagen von

Per Klick zum Urlaubsauto

Magazin "Konsument" testet Internet-Plattformen für Mietwagenangebote

Mietwagen - Per Klick zum Urlaubsauto © Bild: Getty Images

Das Flugticket in den Urlaub ist gebucht - doch wer sich dort nicht nur zwischen Strand und Hotel bewegen will, braucht ein Auto. Dieses besorgt man sich meist vorab übers Internet. Zum einen direkt auf den Seiten der Mietwagenfirmen von Avis bis Sunnycars. Daneben haben sich auch einige Internetplattformen auf den Vergleich von Leihwagenangeboten spezialisiert.

Man sollte darauf achten, mit wem der Vertrag abgeschlossen wird - entweder direkt mit der Mietwagenfirma oder mit einem zwischengeschalteten Vermittler - hier sind höhere Kosten möglich. Durch Plattformen kann wirklich gespart werden. Das zeigt der Vergleich des Testmagazins "Konsument": Die Annahmen: eine Woche (7. bis 14. Juli 2012), Kompaktwagen, Versicherung ohne Selbstbehalt, Glas/Reifen sowie Unterboden sind mitversichert.

Preisunterschiede
Generell bucht man nicht eine bestimmte Automarke oder Type, sondern nur die Kategorie, wie Kompaktwagen, Mittelklasse etc. Ein kleinerer Wagen für eine Woche Kreta (Chania) kostete laut im März/April zwischen 236 Euro (Peugeot 207 von Sunnycars über www.billiger-mietwagen.de sowie www.mietwagen-check.de) und 343,46 (Opel Corsa bei Hertz). Das Vergleichsportal www.autoeurope.at offeriert einen Opel Corsa bei Avis um 274 Euro. Einen Ford Fiesta (Palma de Mallorca, Flughafen) bietet www.billiger-mietwagen.de schon um 219 Euro an, während Hertz dafür 295,20 Euro nimmt.

Manche Preisdifferenzen sind enorm: So zahlt man 215 Euro in Antalya (Türkei) für einen Ford Fiesta, wenn man ihn über www.autoeurope.at bucht, aber stolze 540 Euro für ein vergleichbares Fahrzeug direkt bei Sixt. Und ein am Flughafen Dubrovnik (Kroatien) gemieteter Ford Fiesta kommt bei Hertz auf 502 Euro, über www.mietwagen-check.de ist er mit 241 Euro um die Hälfte günstiger.

Zusatzleistungen
Vergleichen muss man auch eventuelle Zusatzleistungen, wie Navigationsgerät, Einwegmiete oder Kindersitz. Deren Preise sind aber fix und werden über Vergleichsplattformen nicht günstiger. Ein Navi kostet zwischen 8 Euro (Thrifty) und 14,52 Euro (Avis) pro Tag, Europcar verlangt einen Pauschalpreis von 101,64 Euro.

Die Preise für Kindersitze sind relativ einheitlich - von pauschal 40 (Sunny Cars, Avis) bis 48 Euro (Budget, Europcar) oder pro Tag 4 (Holidayautos) bis 5 Euro (Sixt). Falls nicht nur eine Person das Auto lenkt, sondern eine weitere Person als Zusatzfahrerin oder -fahrer eingetragen werden soll, schlägt dies bei Sunny Cars mit 7 Euro pro Tag zu Buche, während Europcar fast 60 Euro für eine Woche verrechnet.

Versicherungsschutz
Einen wesentlichen Preisbestandteil bei Mietautos stellt die Versicherung dar. Die gesetzliche Haftpflichtversicherung ist im Preis bereits inkludiert. Da sollte man die Höhe der Versicherungssumme prüfen. In manchen Staaten sind die gesetzlich vorgesehenen Haftpflichtsummen sehr niedrig.

Empfehlenswert, aber nicht vorgeschrieben, ist auch eine Vollkaskoversicherung. Besonderes Augenmerk ist dabei auf den Selbstbehalt zu legen, den Sie im Schadensfall zahlen müssen. Zwar soll ein Selbstbehalt Prämien sparen.

Ohne Selbstbehalt
Kasko-Angebote ohne Selbstbehalt sind zu bevorzugen. Leider aber ist auf Vergleichsplattformen nicht immer ersichtlich, ob das Angebot mit oder ohne Selbstbehalt zu verstehen ist. „Schnäppchen“ daher besser hinterfragen, weil sie häufig mit hohen Selbstbehalten geschönt werden. Oft sind auch Schäden an Unterboden, Dach, Reifen oder Glas nicht in der Vollkasko inkludiert.

Das lässt sich aber durch eine Zusatzprämie („Super-Cover“) abdecken. Üblich ist, den Wagen mit vollem Tank zurückzugeben. Das kommt auch günstiger als andere Regelungen. Die Geschäftsbedingungen des Autovermieters ausdrucken ebenso wie die Reservierungsbestätigung.

Mietvertrag genau lesen
Den Vertrag sollte genau gelesen werden - damit können Überraschungen wie zusätzliche Versicherungen vermieden werden. Wichtig ist, den Wagen bei der Übernahme sorgfältig auf eventuelle Mängel zu kontrollieren. Aber auch geringfügige Mängel sollten beim Übernehmen und bei der Rückgabe im Mietvertrag notiert werden. Aus diesem Grunde sollte man den Wagen besser während der Öffnungszeiten der Leihwagenfirma übernehmen und retournieren.

Und wird am Mietwagenschalter eine Gebühr verlangt, die vorher nicht vereinbart wurde, sollte man sich bestätigen lassen, dass man diese nur unter Vorbehalt der rechtlichen Klärung bezahlt.

Weiterführende Links:
Auto Europe
www.billiger-mietwagen.de
Mietwagen-Check
KONSUMENT