Microsoft kämpft mit der US-Konjunktur: Schwierige Zeiten für Software-Konzern

Aktien befinden sich seit Jänner im steten Sinkflug Yahoo-Pleite ist scheinbar noch nicht überwunden

Microsoft kämpft mit der US-Konjunktur: Schwierige Zeiten für Software-Konzern © Bild:

Der weltgrößte Softwarekonzern Microsoft hat seinen Ausblick für das laufende Quartal und das Gesamtjahr gesenkt und damit seine Aktien auf Talfahrt geschickt. Als Grund nannte das US-Unternehmen das schwierige wirtschaftliche Umfeld. Im abgelaufenen vierten Geschäftsquartal steigerte Microsoft den Gewinn zwar um 29 Prozent, verfehlte damit aber dennoch die Wall Street-Erwartungen.

Das Unternehmen erzielte ein Nettoergebnis von 4,3 Milliarden Dollar (2,71 Mrd. Euro) oder 46 Cent je verwässerter Aktie. Der Umsatz übertraf dagegen die Prognosen der Analysten. Dabei profitierte Microsoft vor allem von einer starken Nachfrage nach seiner Flagschiff-Software Windows 2008. Microsoft-Papiere gaben nach Bekanntgabe der Zahlen nachbörslich um fünf Prozent nach.

Das Unternehmen sehe sich derzeit wegen der schwachen US-Konjunktur einem rauen Umfeld ausgesetzt, sagte Finanzchef Chris Liddell. Der Konzern habe es jedoch geschafft, die meisten Schwierigkeiten zu vermeiden.

Analyst ist "etwas enttäuscht"
Als Grund für die gesenkten Prognosen nannte Liddell zusätzliche Investitionen in das Internetgeschäft. Der Internetanzeigenmarkt sei derzeit schwierig, erklärte er. Ein Analyst von Edward Jones erklärte, er sei etwas enttäuscht über das Internetanzeigengeschäft Microsofts. Zwar seien die Zahlen für das Kerngeschäft in Ordnung gewesen. "Angesichts des Yahoo-Dramas in den letzten Monaten konzentrieren sich die Investoren jedoch auf das Internet-Anzeigengeschäft", meinte er.

Microsoft bemüht sich seit langem um eine Übernahme des Suchmaschinenbetreibers Yahoo. Für den Softwaregiganten ist Yahoo interessant, weil das Unternehmen seine Position im wachsenden Markt für Internet- und Suchmaschinenwerbung stärken würde. Bisher verdient Microsoft sein Geld vor allem mit Betriebssystemen und Bürosoftware. (apa/red)