Michael Ludwig im Porträt: Von der Volkshochschule ins Wiener Wohnbauressort

Studierter Historiker folgt Werner Faymann nach

Mit Michael Ludwig (45) folgt dem neuen Infrastrukturminister Werner Faymann (S) ein Historiker auf dem Posten des Wiener Wohnbaustadtrates. Im Gegensatz zum ehemaligen Jus-Studenten Faymann setzte der promovierte Geschichtswissenschafter Ludwig bisher seine Schwerpunkte im Kulturbereich. Seit dem 9. September 1999 im Wiener Gemeinderat, hat er sich abseits des politischen Gremiums in der Erwachsenenbildung profiliert.

Seine politische Laufbahn trat Ludwig relativ spät an, als er 1991 zum Landesbildungssekretär der SPÖ ernannt wurde. 1994 wurde er zum Bezirksrat in Floridsdorf gewählt. 1996 zog er in den Bundesrat ein, wo er drei Jahre blieb. Im Gemeinderat übernahm der am 3. April 1961 geborene Ludwig den Posten des stellvertretenden Vorsitzenden des Kulturausschusses.

Für die Aufgabe hat er in seinem Hauptberuf Erfahrung sammeln können. Er ist langjähriger Vorsitzender des Verbandes Wiener Volksbildung und damit Chef der traditionsreichen Volkshochschulen im Roten Wien. Ludwig war als Kurs- und Projektleiter in der Erwachsenenbildung tätig, bevor er 1986 zum pädagogischen Leiter einer Volkshochschule avancierte. Daneben ist er seit 1991 Landesstellenleiter in der politischen Akademie der SPÖ, dem Dr. Karl-Renner-Institut.

Im Privaten pflegt Ludwig eine innige Beziehung zur österreichischen Gegenwartsliteratur, wohingegen er sein einstiges Faible für Zierfische verloren hat. Dieses Hobby musste Ludwig zeitbedingt aufgeben. Allerdings gehören noch Wandern und Laufen zu den Passionen des neuen Wohnbaustadtrates. (APA/red)