Mexiko von

Hurrikan "Odile": Erste
Touristen ausgeflogen

Über 26.000 Urlauber sitzen fest - Luftwaffe im Einsatz

Die mexikanischen Streitkräfte haben die ersten von Tausenden gestrandeten Touristen aus der von Hurrikan "Odile" schwerbeschädigten Urlaubsregion Baja California Sur im Westen des Landes ausgeflogen. Am Dienstag (Ortszeit) starteten erste Maschinen der Luftwaffe, der Marine und der Bundespolizei von San Jose del Cabo nach Tijuana, Mexiko-Stadt und Mazatlan.

Für kommerzielle Flüge war der Flughafen gesperrt. Es sei eine gigantische Aufgabe, alle Urlauber in Sicherheit zu bringen, sagte der Generaldirektor für Krisenmanagement des Zivilschutzes, Jose Maria Tapia, dem Radiosender Formula. Allein in Los Cabos säßen 16.000 Menschen fest. In der Stadt La Paz befänden sich weitere 10.000 Touristen. Der dortige Flughafen sei allerdings nur vorübergehend geschlossen worden und könne den normalen Betrieb bald wieder aufnehmen.

Viele USA-Urlauber unterwegs

Wegen des langen Wochenendes vor dem mexikanischen Nationalfeiertag am Dienstag waren besonders viele Touristen in der Region. Die meisten Urlauber stammten aus den USA. Hinzu kamen Briten, Kanadier und Mexikaner.

Schwere Schäden durch Wirbelsturm

"Odile" war der schwerste Sturm der vergangenen Jahre in der Region. Der Hurrikan der Kategorie 3 war am frühen Montagmorgen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 Kilometern pro Stunde auf die Südspitze von Baja California Sur getroffen und hatte schwere Schäden verursacht: Bäume wurden entwurzelt, Strommasten knickten um, Straßen wurden überschwemmt, und Fensterscheiben gingen zu Bruch.

Nach den Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag in der Hauptstadt reiste Präsident Enrique Pena Nieto mit mehreren Kabinettsmitgliedern nach Baja California Sur, um sich ein Bild von den Aufräumarbeiten zu machen. Finanzminister Luis Videgaray kündigte Hilfsprogramme für die betroffenen Unternehmen in der Region an. So sollen Investitionen von der Steuer befreit und günstige Kredite vergeben werden.

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