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Anschlag auf Spielkasino

Gruppe Schwerbewaffneter setzt Gebäude in Brand - über 50 Todesopfer

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    Bei einem Anschlag auf ein Kasino in der nordmexikanischen Millionenstadt Monterrey sind über 50 Menschen ums Leben gekommen.

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    Bis zum späten Abend holten Rettungskräfte Tote und Verletzte aus dem in Flammen stehenden Gebäude des Bingo-Kasinos Royal.

Bei einem Anschlag auf ein Kasino in der nordmexikanischen Millionenstadt Monterrey sind Donnerstagabend 53 Menschen ums Leben gekommen. Das sagte der Sicherheitssprecher des Bundesstaates Nuevo Leon, Jorge Domene, dem lokalen Fernsehsender Monterrey TV. Bis zum späten Abend holten Rettungskräfte Tote und Verletzte aus dem in Flammen stehenden Gebäude des Bingo-Kasinos Royal.

Scharf verurteilte Präsident Calderon die Bluttat als einen Akt des Terrors. Über das soziale Netzwerk Twitter versprach er, alles zu tun, um die Schuldigen zu bestrafen. Es setzte Einheiten der Streitkräfte in Bewegung, um die örtlichen Sicherheitskräfte zu unterstützen. Die Einsatzkräfte setzten kurzerhand einen Bagger von einer nahe gelegenen Baustelle ein, um durch die Mauern des Kasinos zu den Eingeschlossenen vorzudringen. Medienberichten zufolge gab es rund um das brennende Gebäude chaotische Zustände. Zahlreiche besorgte Angehörige der Casinobesucher versammelten sich am Unglücksort.

Am Nachmittag war eine Gruppe Schwerbewaffneter in das Gebäude eingedrungen, hatte das Feuer auf die Anwesenden eröffnet, Benzin in Brand gesetzt und mehrere Handgranaten gezündet. Dabei waren nach ersten Angaben mehrere Dutzende Menschen eingeschlossen worden, nachdem in dem Gebäude ein Feuer ausgebrochen war, berichtete das örtliche Fernsehen von Monterrey. Viele Kasinobesucher hätten in den Toiletten Zuflucht gesucht, wo sie dann am Rauch erstickt seien.

Bis zum späten Abend (Ortszeit) dauerten die Rettungsarbeiten an. Es wurde nicht ausgeschlossen, dass sich die Zahl der Opfer noch erhöhen würde. Über die Hintergründe der Tat lagen zunächst keine Angaben vor. Bürgermeister Fernando Larrezabal sagte nach Medienangaben, das Kasino sei kurz vor dem Anschlag auf Behördenanweisung geschlossen worden, da es nicht über die Genehmigungen für den Betrieb verfügt habe.