Metro-Belegschaft zittert um die Zukunft:
Neues Sparprogramm sieht Stellenabbau vor

Weltweite Expansion soll Konzernwachstum sichern 1,5 Milliarden Euro sollen bis 2012 eingepsart werden

Metro-Belegschaft zittert um die Zukunft:
Neues Sparprogramm sieht Stellenabbau vor © Bild: DPA/Steffen Kugler

Der Handelsriese Metro wappnet sich mit einem Sparprogramm und einer strafferen Konzernstruktur gegen die Rezession. Die Belegschaft zeigt sich beunruhigt, da auch Stellenstreichungen geplant sind. Weltweit sind ungefähr 15.000 Arbeitsplätze betroffen.

Zugleich machte der Vorstand deutlich, dass das Wachstum durch internationale Expansion wesentlich für den Konzern bleibe. Metro-Chef Eckhard Cordes und seine Vorstandskollegen wollen mit dem neuen Programm bis 2012 das Ergebnis um 1,5 Milliarden Euro steigern. Davon soll etwa die Hälfte auf Kosteneinsparungen entfallen, der andere Teil durch eine Verbesserung der Abläufe erreicht werden. Die Konjunkturabkühlung und negative Währungseinflüsse haben bei Metro 2008 Bremsspuren hinterlassen.

Eigenverantwortung der Länder
Die Ländergesellschaften der Metro sollen künftig mehr Eigenverantwortung bekommen. Zudem seien künftig die Sparten Cash Carry, Media Markt und Saturn, Real und Galeria Kaufhof für bisher konzernübergreifende Funktionen wie Einkauf und Logistik selbst verantwortlich, gab der Konzern bekannt. Die Bereiche Finanzen und Controlling sollen hingegen zentral vom Konzernsitz in Düsseldorf geführt werden.

Cordes hatte bereits deutlich gemacht, die Bekleidungskette Adler abstoßen zu wollen. Auch will sich Metro bis Anfang 2010 von 27 verlustreichen Märkten der Supermarktkette Real trennen. Für das Großhandelsgeschäft Cash Carry hatte Metro bereits den Abbau von einigen Hundert Stellen angekündigt. Die Elektroniktochter Media-Saturn gibt den Betrieb ihrer Rechenzentren an den Technologiekonzern IBM ab.
(apa/red)