Metaller von

Der "Vierer" muss stehen

Streiks vorerst ausgesetzt. Gewerkschaft kehr an den Verhandlungstisch zurück

Metaller - Der "Vierer" muss stehen © Bild: APA/DPA/Weihrauch

Entwarnung im Arbeitskampf der Metallindustrie: Die Streiks sind ausgesetzt, heute Montag verhandeln Arbeitgeber und Gewerkschaft über die Kollektivverträge 2012 weiter. Wobei selbst dieser Minimalkompromiss bei den "Sondierungsgesprächen" erst nach gut fünfstündigen Verhandlungen erzielt werden konnte. Zuletzt waren am Mittwoch die Gespräche von der Arbeitnehmerseite unterbrochen worden.

Das Angebot der Arbeitgeber (plus 3,65 Prozent mehr Lohn und eine Einmahlzahlung von 200 Euro) reicht ihnen nicht. Sie forderten 5,5 Prozent mehr Lohn. Die "Sondierungen" waren von großer Hektik auf beiden Seiten begleitet, wie weit die Industrie den Belegschaftsvertretern entgegen gekommen ist, war nicht zu erfahren. Wenig Konkretes gab es auch von den beiden Ministern Hundstorfer und Mitterlehner in der ORF-Diskussionssendung "Im Zentrum". Hundstorfer, ehemals Chef des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB), wollte sich auf keine Empfehlung für die laufende Metallerlohnrunde festlegen. Den Pensionisten hatte er Anfang Oktober ausgerichtet, dass eine Pensionserhöhung über 2,7 Prozent nicht drinnen ist.

Den heutigen Sondierungsgesprächen waren zwei Streiktage vorausgegangen, an denen rund die Hälfte der Beschäftigten der Metallindustrie teilnahmen. Ohne einer Einigung auf eine rasche neue Gesprächsrunde wären es am Montag laut Gewerkschaftsdrohungen zu einem Vollstreik gekommen.

Dritte Runde soll den "Vierer" bringen"
So geht es nun in der dritten Lohnrunde um einen "Vierer" vor dem Komma. Der "Vierer" wurde am Mittwoch bereits für die untersten Einkommensschichten erreicht - zumindest rechnerisch. Die Industrievertreter hatten 3,8 Prozent geboten, mit den 200 Euro Einmalzahlung wäre dies ein Lohnplus von 4,37 Prozent. Der Mindestlohn der Metaller liegt derzeit bei 1.515 Euro brutto, er würde dann in etwa 1.580 Euro betragen.

Am Mittwoch starten die KV-Verhandlungen für die Beschäftigten im Handel. Von Abschlüssen in der Höhe der Metaller konnte diese Branche aber in der Vergangenheit nur träumen.

Kommentare

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BESSER WENIGER GELD ALS KEIN JOB Ich kann es nicht fassen! Die Gewerschaften kapieren es nicht dass es in Krisenzeiten KEINE Forderungen angemessen sind. Priorität muss sein die Wirtschaft zu stabilisieren als schäbige 4% (sind ca. € 32,00 mehr), dafür den eigenen Job zu riskieren. Ist es intelligent?
Kennedy sagte: denke nicht was dein Land für dich machen kann, denke was du für dein Land machen kannst:

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Re: BESSER WENIGER GELD ALS KEIN JOB @alexgrawlier. Du meinst es ist besser den gutdotierten Managern die Millionen Euro hinten rein zu schieben. Danke - auf so einen Tipp können wir gern verzichten.

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Re: BESSER WENIGER GELD ALS KEIN JOB @ alexgrawiller
Läuft Ihr posting unter "bezahlte Anzeige der Industriellenvereinigung"?;-))

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Re: BESSER WENIGER GELD ALS KEIN JOB Sie haben sicher einen gut (sehr gut) bezahlten posten,sonst würden Sie nicht so eine Meinung haben.

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Re: BESSER WENIGER GELD ALS KEIN JOB Genau richtig ganz meine Meinung.Bin auch ein Arbeiter der mehr Hirn hat als die Gewerkschaftler auf ihren sicheren Sesseln

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