Metalldetektoren an Schulen geplant: Briten
versuchen damit Gewalttaten einzudämmen

V.a. in London, Liverpool, Manchester & Birmingham Mehr Verurteilungen wegen mehr Gerichtsverfahren

Metalldetektoren an Schulen geplant: Briten
versuchen damit Gewalttaten einzudämmen © Bild: APA/Schlager

Im Kampf gegen Jugendkriminalität und Messerstechereien will Großbritannien Metalldetektoren an Schulen einführen. Die Detektoren, die denen an Flughäfen ähnelten, sollten die steigende Gewalt an weiterführenden Schulen eindämmen. Innenministerin Smith werde ihren Anti-Gewalt-Plan in den kommenden Wochen vorstellen, so das Ministerium gegenüber einer britischen Zeitung.

Die Detektoren sollten an Schulen, die als besonders gefährlich gelten, aufgestellt werden - darunter vor allem in London, Liverpool, Manchester und Birmingham. Der Plan habe bereits die Unterstützung von Lehrern und Polizei, schreibt der "Observer". Jugendkriminalität steht hoch auf der Tagesordnung der britischen Regierung, weil es immer wieder zu blutigen, teilweise sogar tödlichen Auseinandersetzungen zwischen Minderjährigen kommt. Erst vergangene Woche war ein 13 Jahre altes Mädchen in einer Londoner Schule mit einem Messer verletzt worden.

Der "Sunday Telegraph" berichtete, dass die Zahl der unter 18- Jährigen, die wegen Gewaltverbrechen verurteilt oder verwarnt wurden, in drei Jahren um mehr als ein Drittel gestiegen sei. Während es im Jahr 2003 noch rund 17.600 Jugendliche waren, stieg die Zahl 2006 auf 24.100. Ein Sprecher des Innenministeriums betonte jedoch, dies liege lediglich daran, dass mehr Fälle vor Gericht gebracht würden.

(apa/red)