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Merkel strebt vierte Amtszeit an

Konkrete Planungen für Kampagne der Union zur Bundestagswahl 2017 schon vorhanden

Angela Merkel © Bild: REUTERS/Axel Schmidt

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) strebt offenbar eine vierte Amtszeit an. Es gebe bereits konkrete Planungen für die Kampagne der Union zur Bundestagswahl 2017, berichtete der "Spiegel" in seiner neuen Ausgabe. Grünen-Chef Cem Özdemir warf der SPD mit Blick auf die nächste Wahl vor, sie habe "den Kampf schon quasi aufgegeben".

Merkel besprach nach "Spiegel"-Informationen bei einem Strategietreffen mit CDU-Generalsekretär Peter Tauber und Bundesgeschäftsführer Klaus Schüler, wer für die Kampagne der Union in gut eineinhalb Jahren zuständig sein solle. Demnach plant die CDU-Spitze keine externe Wahlkampfzentrale, sondern will die Kampagne vom Konrad-Adenauer-Haus aus führen. Auch mit CSU-Chef Horst Seehofer habe die CDU-Vorsitzende vor einigen Wochen strategische Fragen des Wahlkampfs diskutiert.

Die 61-Jährige ist seit November 2005 deutsche Bundeskanzlerin. Bei der Bundestagswahl 2013 hatte die Union 41,5 Prozent erzielt, die SPD erreichte nur 25,7 Prozent. Eine neue Emnid-Umfrage für die "Bild am Sonntag" ergab eine Zustimmung von 43 Prozent für die CDU/CSU. Die SPD lag bei 24 Prozent, die Grünen erreichten zehn und die Linke neun Prozent. Damit kamen diese drei Parteien zusammen wie die Union auf 43 Prozent.

Absolute Mehrheit für Union denkbar

CSU-Chef Seehofer sagte dazu am Sonntag im ARD-"Sommerinterview", jetzt gebe es die erste Umfrage in Deutschland, nach der die Chance bestehe, dass die Union die absolute Mehrheit erringt. "Ich halte das für möglich mit einer Kanzlerin Angela Merkel", sagte der bayerische Ministerpräsident. Er hatte sich bereits vor kurzem für eine erneute Kandidatur Merkels stark gemacht.

Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU) bezeichnete den Bericht über eine erneute Kandidatur Merkels als "Spekulation". Die Kanzlerin werde "dann entscheiden, wenn sie es für richtig hält", sagte er der "Bild"-Zeitung (Montagsausgabe).

Grünen-Chef Özdemir kritisierte am Wochenende im ZDF-"Sommerinterview" die Debatte in der SPD über einen eigenen Kanzlerkandidaten. Es sei "sehr bedauerlich, dass die SPD da offensichtlich die Flinte ins Korn wirft", sagte er.

SPD-Steinbrück sorgt für Aufruhr

Zuvor hatten Äußerungen von Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) und dem früheren SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück für Aufruhr gesorgt. Albig hatte gesagt, die SPD müsse sich überlegen, ob sie 2017 angesichts der Beliebtheit Merkels überhaupt einen eigenen Kanzlerkandidaten aufstelle. Das Wahlziel könne auch lauten, erneut an der Regierung beteiligt zu sein. Steinbrück sagte kürzlich: "Wenn die SPD weiter so auftritt wie derzeit, wird sie es schwer haben, über 30 Prozent zu kommen".

Der designierte Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch beklagte in der "Welt am Sonntag", die SPD habe sich "in vielerlei Hinsicht in die Gefangenschaft der Union begeben". Wenn sie so weitermache, werde man ihre Kanzlerkandidaten nicht mehr ernst nehmen. Bartsch schlug der SPD vor, "das Amt des Parteivorsitzenden vom Amt des Vizekanzlers" zu trennen. Derzeit hat Sigmar Gabriel beide Posten inne.

Kommentare

christian95 melden

Österreich würde auch eine solche Frau Merkel in der Politik brauchen. Somit könnte man Faymann und Mitterlehner ersatzlos einsparen.

giuseppeverdi melden

Bitte was bringt die denn zusammen, das um so viel besser als das, was unsere beiden Blindgänger zusammenbringen ist? Die sind doch alle gleich. Egal ob in Deutschland oder Österreich. Und das dort die Wirtschaft besser funktioniert ist doch nicht deren Verdienst sondern das tüchtiger Unternehmer und Arbeiter, die sich durch Innovation selbst Rahmenbedingungen schaffen die sie brauchen!

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