Schwule Fußballer von

Merkel und Hoeneß: Outet euch!

Deutsche Bundeskanzlerin und Bayern-Präsident machen schwulen Fußballern Mut

Ein Fußballer trifft den Ball vor einem schwarzen Hintergrund. Sujet-Bild. © Bild: www.thinkstock.de

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bayern-Präsident Uli Hoeneß haben homosexuelle Fußball-Profis ermutigt, keine Angst vor einem Outing zu haben. "Ich bin der Meinung, dass jeder, der die Kraft aufbringt und den Mut hat - wir haben in der Politik einen längeren Prozess hinter uns - wissen sollte, dass er in einem Land lebt, wo er sich eigentlich davor nicht fürchten sollte. Das ist meine politische Botschaft", sagte Merkel am Mittwoch in Berlin.

"Dass immer noch Ängste bestehen, was das eigene Umfeld anbelangt, müssen wir zur Kenntnis nehmen. Aber wir können ein Signal geben: Ihr müsst keine Angst haben", so die deutsche Kanzlerin. Für Hoeneß ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis sich ein Fußball-Profi auch öffentlich zu seiner Homosexualität bekennt. Der Chef des FC Bayern hat die Clubs in Deutschland aufgefordert, sich darauf vorzubereiten. "Das wird über kurz oder lang kommen. Alle Vereine sind gut beraten, sich auf dieses Thema vorzubereiten, damit sie dann gute Antworten haben", sagte er. Den ersten Schritt müsse aber der betreffende Sportler machen. Für Reaktionen etwa in fremden Stadien könne er keine Verantwortung übernehmen. Dennoch unterstrich Hoeneß, den Profi "genauso zu schützen, wie es notwendig ist".

Ein Fußballprofi, der anonym bleiben wollte, hatte im Magazin "Fluter" der deutschen Bundeszentrale für politische Bildung gesagt, sich aus Angst täglich verstellen und verleugnen zu müssen. Sollte seine Homosexualität bekanntwerden, würde er sich nicht mehr sicher fühlen, so der Spieler in dem Interview.

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