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Menstruationstassen:
Wie sicher sind sie?

Monatshygiene - Menstruationstassen:
Wie sicher sind sie? © Bild: iStockphoto.com

Menstruationstassen stellen heute eine beliebte Alternative zu anderen Monatshygieneprodukten wie Tampons und Binden dar. Doch wie sicher sind sie eigentlich? Eine Frage, der sich nun britische Forscher angenommen haben.

Für die in der Fachzeitschrift "The Lancet Public Health" erschienene Studie nahmen die Forscher insgesamt 43 im Laufe der Jahre erhobene Untersuchungen unter die Lupe. Penelope Phillips-Howard von der Liverpool School of Tropical Medicine und ihr Team gingen dabei der Frage nach, wie auslaufsicher, anwenderfreundlich und gesundheitlich unbedenklich Menstruationstassen sind.

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Gesundheitlich weitgehend unbedenklich

Dabei kamen sie zu folgendem Ergebnis: Die Verwendung von Menstruationstassen führt weder zu Gewebeschäden an der Vagina oder dem Gebärmutterhals noch erhöht sie das Infektionsrisiko. Vier Studien kamen zu dem Schluss, dass der Einsatz entsprechender Produkte die Scheidenflora nicht negativ beeinflusst, sprich die in der Scheide natürlich vorhandenen, schützenden Bakterien nicht beeinträchtigt.

So auslaufsicher wie Tampons

Weitere vier Studien belegten, dass die Auslaufsicherheit von Menstruationstassen der von Binden und Tampons entspricht. Anderen Untersuchungen zufolge sollen Menstruationstassen in dieser Hinsicht sogar noch mehr Sicherheit bieten. In fünf Fällen wurde vom Toxischen Schocksyndrom berichtet. Dieses wird durch von Bakterien abgesonderte Giftstoffe ausgelöst und äußert sich in einem schweren Kreislauf- und Organversagen.

Ursache für Toxisches Schocksyndrom?

Nun ist bekannt, dass es auch bei der Verwendung von Tampons zu einem Toxischen Schocksyndrom kommen kann. Die Studienautoren kritisieren an dieser Stelle, dass bei der hier vorliegenden Studie nicht nachvollziehbar sei, wie viele Personen an ihr teilgenommen hätten. Insofern ließe sich, das Risiko des Toxischen Schocksyndroms betreffend, auch kein Vergleich zwischen Menstruationstassen und Tampons ziehen.

Es muss noch viel geforscht werden

Alles in allem bemängeln die Forscher, dass die bereits vorhandenen Studien zum Teil nicht besonders aussagekräftig seien. Allzu oft fehlten Angaben zur Studienteilnehmerzahl. Zudem werden gängige Monatshygieneprodukte in den Untersuchungen oft außen vor gelassen, was einen Vergleich zwischen diesen und der Menstruationstasse erschwert. Hier besteht, die aktuelle Studienlage betreffend, also noch einiges an Aufholbedarf.