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Menschenrechtlerin: Folter in Türkei nimmt seit Putschversuch zu

Für Annäherung der Türkei an die EU

Folter in Gefängnissen und Polizeigewalt nehmen in der Türkei nach Beobachtung von türkischen Menschenrechtlern seit der Niederschlagung des Putschversuchs 2016 wieder zu. "Wir sammeln aus allen Quellen Daten, auch aus den sozialen Medien", sagte die Vorsitzende der unabhängigen türkischen Menschenrechtsstiftung, die Istanbuler Rechtsmedizinerin Sebnem Korur Fincanci, am Mittwoch am Rande eines internationalen Rechtsmedizin-Symposiums in Düsseldorf der dpa.

Sie warnte zugleich davor, die Annäherung der Türkei an die Europäische Union aufzugeben. Der Annäherungsprozess habe auch zu neuen Auflagen für die Polizei und die Haftbedingungen in türkischen Gefängnissen geführt, wie etwa regelmäßige ärztliche Untersuchungen der Inhaftierten. "Es ist wichtig, eine Kraft von außen zu haben", sagte die Menschenrechtlerin.

Fincanci gehört zu den Autorinnen des "Istanbul-Protokolls", das internationale Standards für die Begutachtung und Dokumentation von Folterspuren setzt und auch von den Vereinten Nationen angenommen wurde.

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