Melzer glatt in drei Sätzen ausgeschieden:
Australien-Aus nach 4:6, 3:6, 4:6 gegen Cilic

26-Jähriger chancenlos gegen kroatisches Talent Stefan Koubek nun letzter Teilnehmer aus ÖTV-Team

Melzer glatt in drei Sätzen ausgeschieden:
Australien-Aus nach 4:6, 3:6, 4:6 gegen Cilic © Bild: EPA

Kein guter Tag war der vierte Tag der Australian Open in Melbourne für Österreichs Teilnehmer. Nach Yvonne Meusburger musste sich auch Jürgen Melzer in der zweiten Runde des mit 12,45 Mio. Euro dotierten Grand-Slam-Turniers verabschieden. Der 26-jährige Niederösterreicher unterlag nach 1:58 Stunden dem 19-jährigen kroatischen Talent Marin Cilic glatt mit 4:6,3:6,4:6.

Damit ist Stefan Koubek, der am auf Paul-Henri Mathieu (FRA-23) trifft, der letzte ÖTV-Spieler in den Einzelbewerben des ersten Grand-Slam-Turniers des Jahres.

Zumindest im Doppel bleibt Melzer noch die Chance, mit Alexander Peya für Schadensbegrenzung zu sorgen, allerdings treffen die Österreicher auf Daniel Nestor/Nenad Zimonjic (CAN/SRB-2).

"Rezept hat gefehlt"
Für Melzer war das Aus bitter, ändern hätte er aber an diesem Tag nicht viel können. "Klar ist die Enttäuschung groß. Ich habe mir sicher mehr erwartet, als in drei Sätzen zu verlieren. Aber ich wüsste nicht, was ich anders machen sollte. Er hat sehr wenig Fehler gemacht und sehr gut serviert", sagte der ÖTV-Davis-Cupper. Die wenigen Mittel, die er hätte einsetzen können, wie viele Variationen seien aufgrund der starken Windböen nicht möglich gewesen. "Mir hat einfach das Rezept gefehlt."

Der Weltranglisten-57. aus Zagreb, mit 1,96 m der nächste Aufschlag-Riese aus Kroatien, spielte die Bälle sehr flach und machte auch von der Grundlinie weniger Fehler als erwartet. "Wenn man so einen Aufschlag wie der hat, hat man so einen Vorteil, egal ob mit Wind oder Gegenwind." Die wenigen Chancen, die Melzer hatte, konnte er nicht nützen. "Wenn man schon drei Sätze keinen Rhythmus hat, dann lauft alles nicht so selbstverständlich." Melzer hat die ganze Zeit gewartet, dass Cilic irgendwann locker lässt, doch das ist nicht passiert.

Challenger auf dem Programm
Noch vor dem Davis Cup Österreich - USA vom 8. bis 10. Februar im Wiener Dusika-Stadion spielt Melzer noch einen Indoor-Hartplatz-Challenger in Wroclaw (106.250 Euro), danach stehen San Jose, Memphis und Las Vegas auf dem Programm. "Ich wollte einfach nicht so lange keine Matches spielen", begründet Melzer die Entscheidung für den Polen-Trip, den auch Werner Eschauer macht.

Für den Davis Cup erwartet er ein offenes Duell. "Wir haben mit dem Stefan einen, der sehr gut in Form ist. Für mich gibt es dort andere Bedingungen. Was ich gehört habe, kommen die US-Amerikaner mit der besten Besetzung. Wir sind in jeder Partie Außenseiter, haben aber überall unsere Chancen", prophezeit Melzer. "Jedes Ergebnis ist drinnen."

"Will wieder Nr. 28 werden"
Auf der ATP-Tour will er bis Las Vegas so viele Punkte wie möglich machen. "Dort habe ich ein Finale zu verteidigen. Und dann gibt's nicht mehr viel zu verteidigen", spricht er die Verletzungspause aus dem Vorjahr an. "Ich war Nummer 28, da möchte ich wieder hin. Ich habe mir eine Route zurecht gelegt und möchte bis zu den US Open ungefähr dort stehen." Darum werde er vielleicht auch den einen oder anderen Challenger einschieben. (apa/red)