Meisterliches Schaulaufen der Bayern:
Münchner holen in Berlin Meisterschale ab

Schalke nur noch mit theoretischen Titelchancen Thriller im Keller: Fuchs mitten drin im Abstiegs-Krimi

Meisterliches Schaulaufen der Bayern:
Münchner holen in Berlin Meisterschale ab © Bild: Reuters

Im prachtvollen Berliner Olympia-Stadion wird Bayern München heute zum 22. Mal deutscher Meister. Das Gastspiel bei der schon fix abgestiegenen Hertha aus Berlin ist nur noch ein Schaulaufen, denn die zweitplatzierten Schalker haben drei Punkte Rückstand und die um gleich 17 Treffer schlechtere Tordifferenz. Der Wiener David Alaba wird nicht im Kader der Münchner stehen, die acht Tage später in Berlin im deutschen Cupfinale auf Werder Bremen und am 22. Mai in Madrid auf Inter Mailand treffen.

Fahren die Bayern alle drei Titel ein, wäre das in der deutschen Geschichte bisher einmalig. "Wir müssen am Gas bleiben. Wenn man runtergeht, ist es schwierig, dann wieder Fahrt aufzunehmen. Uns bietet sich die Chance unseres Lebens", forderte Mark van Bommel, der als erster ausländischer Bayern-Kapitän die Meisterschale stemmen wird. Trainer Louis van Gaal dürfte der obligatorischen Bierdusche kaum entgehen, obwohl er das gar nicht mag. "Aber okay, das sind die kleinsten Sorgen", sagte der Niederländer. Noch am Abend geht es zurück nach München, wo nach einer internen Feier am Sonntag die große Meisterparty auf dem Marienplatz steigt.

Werder Bremen (Sebastian Prödl auf der Bank) verteidigt im Nord-Derby gegen den Hamburger SV den wichtigen dritten Tabellenrang, der zur Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation berechtigt. Werder hat zwei Punkte Vorsprung auf Bayer Leverkusen, das in Mönchengladbach antritt. Werder-Gegner HSV könnte es mit einem Sieg noch in die Europa League schaffen, gleichzeitig müsste aber Stuttgart in Hoffenheim (Andreas Ibertsberger verletzt) straucheln. Im Abstiegskampf ist vor der 34. und letzten Runde nur entschieden, das Hertha den Gang in die zweite Liga antreten muss.

Abstiegskrimi
Ein Team aus dem Trio Hannover (30 Punkte), Nürnberg (28) und Bochum (28) wird die Berliner begleiten, ein zweites muss in die Relegation gegen den Dritten der zweiten Liga. Das elf Spiele sieglose Bochum (mit Christian Fuchs) hat im direkten Duell mit Hannover Heimrecht, Nürnberg empfängt Köln. Um Platz eins in der Torschützenliste kämpfen der Wolfsburger Edin Dzeko und der Leverkusner Stefan Kießling (jeweils 21 Tore). Eintracht Frankfurt (mit Ümit Korkmaz) tritt beim entthronten Meister Wolfsburg an, Mainz (Andreas Ivanschitz auf der Bank) spielt daheim gegen Vizemeister Schalke.

(apa/red)