Meister von Morgen von

Vom It-Girl zur Kämpferin
der Menschlichkeit

Zenita Komad wurde früh zur Sensation erklärt

Zenita Komad © Bild: NEWS/www.sebastianreich.com

Zenita Komad, 34. Mit 23 war sie eine Sensation, wurde als "Miss Universe der Kunst" ausgetrommelt. Heute ist sie eine ernsthafte Künstlerin, die mit Objektbildern und Installationen Zeitphänomene attackiert.

Das Schönste ist das Flüchtige, Unwiederholbare. So wie die Zivilisationsrelikte aus Sand, die sie in einer Berliner Galerie ausgelegt hat. Oder die Installation im Grazer Minoritenkloster. Zehn Tage wurde da mit Hilfe ebensovieler Freunde aufgebaut: 1000 Meter rotes Seil wanden sich durch Gänge und spannten sich durch Räume, fädelten sich durch Wände und Fenster, in sakrale Räume mit alchimistischen Pendeln und zum Altar aus Sand. Physisch und spirituell waren da die Weltreligionen verbunden. Nach Ausstellungsende blieb keine Spur. Dokumentiert zwar mit den Mitteln der modernen Medien, aber analog nie wieder hervorholbar, müsste eine Rauminstallation dieser Dimension schon unverhofft den Gefallen eines Museums finden. Oder, unrealistisch, eines Mäzens mit unbeschränktem Platzangebot. "Du hast so eine Kraft, wenn das verschwindet", sagt Zenita Komad. "Das ist stärker als das, was bleibt, weil es eine Erinnerung ist, ein Prozess, eine Erfahrung, die sich verinnerlicht."


Zenita Komad ist 34, die spektakulärste Erscheinung der jungen österreichischen Kunstszene, die in einem kleinen Land mit bescheidener Sammlerpopulation zum Teil Weltformatiges produziert. Wir widmen dieser bunten und fragilen Szene eine Serie.

Der Weg vom It-Girl

Mit 16 kam sie nach Wien, studierte an der "Angewandten" und an der "Akademie", nebst anderen beim großen Franz Graf, und wurde früh zur Sensation erklärt. Als sie ihren Objektbildern Mode und aus der Perspektive geratene Accessoires umhängte, nannte man sie "It-Girl" und "Miss Universe" der Kunst, spekulierte über Belanglosigkeit.

"Je kontroversieller man besprochen wird, desto besser ist es, weil es bedeutet, dass man etwas bewegt", sagt sie heute. "Ich bin froh über alles, was geschrieben wird, weil es ein Lebenszeichen ist."

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