Meischberger im NEWS-Interview: "Man sollte Alternative zu Lindner-ORF suchen"

"Es muss einen Gegenkandidaten bei Wahl geben"

Walter Meischberger, dem BZÖ zugerechneter ORF-Stiftungsrat auf einem Regierungsticket, eröffnet via NEWS eine Personaldebatte über die Generaldirektorenwahl im ORF am 17. August: "Ich sehe mich nicht als Regierungsstimmvieh, sondern bin parteifreier Experte im Stiftungsrat. Die Debatte um die Nachrichten ist das Gezeter jener, die gerade nicht an den Hebeln der Macht sitzen. Sie lenkt von den realen Problemen ab, die viel grundsätzlicher sind."

Für Meischberger müssten jetzt wichtige Zukunftsfragen des ORF geklärt werden: "Der ORF muss der multimedialen Medienwelt gerecht werden. Aber die Online-Zugänge sind verkümmert und erfüllen keinerlei Zukunftsaufgaben. Da ist die ganze ORF-Führung ideen- und visionsarm."

Und dann lässt der Stiftungsrat mit einem neuen Vorschlag aufhorchen: "Die Regierung soll ermöglichen, über international auf Ballhöhe agierende Alternativen als Generaldirektor nachzudenken, die der Aufgabe gewachsen sind. Herumgestochere im Teich durchschnittlicher heimischer Medienmanager ist zu wenig. Jedenfalls sollen auch andere Kandidaten als Lindner antreten, damit Konzepte auf den Tisch kommen. Es muss zum Lindner-ORF Alternativen geben. Bleibt sie öffentlich einzige Kandidatin, wird kein ernst zu nehmender Manager als Zählkandidat für eine Niederlage zur Verfügung stehen."

Meischberger, der zwar den Sonderstiftungsrat zur Debatte um die ORF-Information unterstützt, will bis zur GD-Wahl im August eine Grundsatzdebatte einleiten: "Der ORF soll unser Leben interessanter gestalten. Das geht in dieser Struktur nicht. So verliert er jedes Recht auf Gebühren. Darum geht es, nicht darum, welchem Moderator welcher Chefredakteur passt oder nicht passt."

Die gesamte Story lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von NEWS!