Meinl-Vertrag finanzierte Grassers Jetset-Leben: Fionas Ehevertrag erzeugt Druck

Volkspartei will KHG als Spitzenkandidaten für Wien Ablöse für Grasser bei der MIP "nur" 1,6 Mio. Euro

Meinl-Vertrag finanzierte Grassers Jetset-Leben: Fionas Ehevertrag erzeugt Druck © Bild: APA/Schlager

Karl-Heinz Grasser (KHG) kämpft um jeden Euro: Als Finanzminister war es das Geld des Steuerzahlers, und als Meinl-Manager sollte er das Vermögen der Aktionäre der Meinl International Power Ltd. (MIP) sorgfältig verwalten. Rückblickend betrachtet konnte der selbst ernannte "Mister Nulldefizit" die in ihn gesetzten Erwartungen nicht erfüllen. Der Staatshaushalt konnte nur durch Bilanztricks kurzfristig ausgeglichen gehalten werden. Die MIP-Aktie befindet sich mangels lukrativer Aufträge seit der Emission Mitte des Vorjahres im ununterbrochenen Sturzflug.

Seine politischen Ambitionen dürfte Grasser (vorläufig) auf Eis gelegt haben, weil ÖVP-Chef Wilhelm Molterer den Vorschlag von Erwin Pröll abgelehnt hatte, mit Grasser als Wirtschaftsminister in die Herbstwahlen zu ziehen. Verbissen - und ziemlich sicher vergeblich - kämpft KHG hingegen um sein MIP-Mandat, das ihm jährlich zwei Millionen Euro sichern sollte.

Der Grund für Grassers Stress dürfte auch mit Ehefrau Fiona Swarovski zusammenhängen - konkreter: mit dem Ehevertrag. Der soll Grasser finanziell unter Druck setzen, wie Freunde erzählen. Demnach heißt es für die Finanzierung der Lebenshaltungskosten fifty-fifty zwischen Fiona und KHG: Der Hälfteanteil etwa für das neue Penthouse am Wiener Burgring, den Hof in Kitzbühel und die Yacht "Mil Rosas" in Capri sowie die diversen Dienstboten (Chauffeure, Köchinnen, Putzfrauen) sollen jährlich mehr als eine Million Euro ausmachen. Für die aus reichem Haus stammende Gattin sind das Peanuts. Dem Sohn des Klagenfurter Autohändlers Grasser bereitet das hingegen eher Kopfzerbrechen. Der Meinl-Job deckte nicht nur seine Fixkosten ab, sondern ließ auch etwas übrig. Die bevorstehende Ablöse bei der MIP bringt Grasser nach eigenen Angaben rund 1,6 Millionen Euro. Für ein Jetset-Leben reicht das nicht sehr lange.

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