"Mein Mann ist nicht der Außenminister": Student bringt Hillary Clinton zur Weißglut

Falsch übersetzt: Erfragte eigentlich Obamas Meinung Spiegelt Reaktion Verhältnis zwischen Paar wieder? Ihre MEINUNG: Jetzt Video ansehen & kommentieren!

"Mein Mann ist nicht der Außenminister": Student bringt Hillary Clinton zur Weißglut © Bild: YouTube

Ist das die feine amerikanische Art? US-Außenministerin Hillary Clinton zeigte sich verärgert darüber, dass der Schatten ihres Mannes Bill sie bis in den Kongo verfolgt. Bei ihrem Besuch in Kinshasa reagierte sie mit anfeindenden Gesten ausgesprochen pikiert auf die Frage eines Studenten, was Bill Clinton von einem chinesischen Milliardenkredit für den Kongo halte. Dabei war das alles offenbar nur ein Übersetzungsfehler.

"Sie wollen wirklich, dass ich Ihnen sage, was mein Mann denkt?" erwiderte Hillary Clinton. "Mein Mann ist nicht der Außenminister, ich bin es." Der Moderator der Gesprächsveranstaltung ging daraufhin schnell zur nächsten Frage über. Dabei war die Frage des Studenten offenbar ein Missverständnis. Er ging später noch einmal auf die Außenministerin zu und erklärte ihr, er habe US-Präsident Barack Obama und nicht Ex-Präsident Bill Clinton gemeint.

Clinton gegen Clinton
Die Clintons gelten seit Jahren als Politikerpaar mit einem ausgesprochen komplizierten gegenseitigen Verhältnis. Als erfolgreiche Anwältin hat Hillary Clinton seit Jahrzehnten darum gekämpft, ihre Interessen und Ziele gegen die ihres Mannes zur Geltung zu bringen. Die Kontroverse um die Affäre des Präsidenten mit der Praktikantin Monica Lewinsky brachte Hillary Clinton die Sympathie von weiten Teilen der amerikanischen Öffentlichkeit ein.

Zum Ende der Amtszeit ihres Ehemanns (1993-2001) wurde Hillary Clinton zur Senatorin von New York gewählt. Im vergangenen Jahr verlor sie das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten gegen Obama. Dieser holte nach seinem Wahlsieg nicht nur seine frühere Rivalin, sondern auch zahlreiche ehemalige Vertraute von Ex-Präsident Clinton in sein Team. Bill Clinton landete vergangene Woche einen außenpolitischen Coup, als er überraschend Nordkorea besuchte und dabei die Freilassung von zwei amerikanischen Journalistinnen erreichte.

(apa/red)

Kommentare

Zur Weissglut sollte sie nicht sein Als Aussenministerin sollte sie mehr diplomatisch sein. Sie koennte ueber die Frage lachen, aber nicht den Zorn vor dem Publikum zeigen.

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